Alles Hoffen und Bangen der riesigen Fangemeinde hat nichts genutzt: Das ungarische Wunderpferd Overdose (Foto) wird in dieser Saison definitiv keine Rennen mehr bestreiten. Dies musste das Team des Sprint-Überfliegers soeben eingestehen. Bitter für Ungarn, bitter aber auch für die deutsche Turfgemeinde, die den letztjährigen Goldene Peitsche-Sieger so richtig ins Herz geschlossen hatte.
Besitzer Zoltan Mikoczy bestätigte am Freitag, dass Overdose den Prix de l´Abbaye am Arc-Tag auslassen muss, denn die Hufverletzung wird einen Start frühestens wieder 2010 zulassen.
Außerdem gab der Coach einen Einblick in die Behandlungsmethoden, die im Reha-Zentrum in Nantes angewandt wurden, wo man eine Lahmheit feststellte.
‚Er kam aus Frankreich in einer schlechteren Verfassung zurück als zuvor. Er sollte sich dort erholen und wieder zu Kräften kommen, doch man wollte ihn dort unbedingt arbeiten. Es ging bei einer Stufe vorwärts drei Schritte zurück. Ich glaube, man hat gedacht, wir seinen einfache Osteuropäer, so sind sie mit uns umgegangen.‘
‚Overdose wird im Prix de l´Abbaye nicht starten können, aber ich denke auch im Falle einer vollständigen Genesung glaube ich nicht, dass wir ihn nach den schlechten Erfahrungen in Frankreich wieder dorthin gebracht hätten‘, meint Mikoczy.
Nur einen Start konnte Overdose 2009 absolvieren, es war ein Acht-Längen-Triumph im April in Budapest. Mikoczy erklärte, dass sich Overdose in England sehr gut erhole und in den Stallungen von Amanda Perratt in Pulborough, Sussex, wo er bis Ende Oktober bleiben solle.
‚Er wird bald einen spezielle Eisen bekommen, am wichtigsten ist jetzt Erholung. Ich hoffe, dass er 2010 das Programm in Angriff nehmen kann, das wir für dieses Jahr vorgesehen hatten, dazu zählen auch die Trips nach England.‘ Im Übrigen soll er eines der geklebten Eisen zu allem Überfluss verloren haben.











