Es war regelrecht zum Heulen: Der Kölner Trainer Andreas Löwe durfte sich in den vergangenen Wochen über zahlreiche Top-Vorstellungen seiner Pferde freuen, doch immer wieder musste der Coach hauchdünne Niederlage in Top-Prüfungen hinnehmen. Schlappe zehnmal zogen die von ihm vorbereiteten Schützlinge in Gruppe- oder Listenrennen dern Kürzeren.
Doch am Sonntag sollte der Bahnn brechen, und ausgerechnet der im Besitz des Stalles Philip stehende Titus Livius-Sohn Sehrezad zeichnete dafür verantwortlich, der zuletzt in der Hamburger Meile so unglücklich verloren hatte.
Jiri Palik, der am Sonntag in Frankfurt zuvor schon zwei Rennen gewonnen hatte (den Sieg mit Kadina erhielt er am grünen Tisch nach Disqualifikation zweiter Pferde, von Tomato Finish und Waringham im Ausgleich III), saß früh auf einem völlig überlegenen Pferd im Fraport AG-Pokal, einem mit 50.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter.
Hinter König Concorde und Vorjahressieger Abbashiva erreichte der 24:10-Favorit Sehrezad als Dritter in großer Haltung die Gerade, zog in der Außenspur schnell auf Nimmerwiedersehen in völlig überlegener Manier davon, eine Gala-Vorstellung des vierjährigen Hengstes, der in Irland gezogen wurde und beim 13. Start seinen dritten Treffer schaffte (Video ansehen).
Noch sehr schnell wurde der Fährhofer Querari (Eduardo Pedroza), der sich als Dreijähriger ausgezeichnet verkaufte, während König Concorde (Lennart Hammer-Hansen) dabei blieb, wohingegen Iolith nicht weiterkam und Waky Love nie weiter vorne agierte. Abbashiva und Setareh verschwanden nach hinten, was noch mehr für Forthe Millionkiss galt.
‚Eigentlich war nicht geplant, so weit hinten zu gehen, aber das Tempo war sehr hoch. Im Schlussbogen rückten wir auf, da war schon klar, dass wir gewinnen würden‘, erklärte Sehrezads Neun-Längen-Siegreiter Jiri Palik. ‚Das war eine Demonstration, nun steuern wir das Oettingen-Rennen in Iffezheim an‘, verriet Andreas Löwe.











