Schiaparelli mit starkem Comeback trotz Disqualifikation

Seit dem Prix de l´Arc de Triomphe hatte man Schiaparelli (Foto rechts) nicht mehr am Ablauf gesehen. Der Derbysieger des Jahres 2006 (damals noch für den Stall Blankenese und Trainer Peter Schiergen) gab am Donnerstag sein mit einiger Spannung erwartetes Saisondebüt in Newmarket.

In den mit 100.000 Pfund dotierten Princess Of Wales‘s Blue Square Stakes, einem Gruppe II-Rennen über 2400 Meter, galt der Hengst als zweite Farbe des Stalles Godolphin und großer Außenseiter. Stalljockey Frankie Dettori hatte sich gegen den Monsun-Sohn aus der Zucht des Gestüt Karlshof entschieden.

Doch unter Ted Durcan legte Schiaparelli nach sehr flotter Fahrt an der Spitze immer wieder zu, sah lange wie der Sieger aus und zog immer wieder an (Video ansehen).

Am Ende belegte er Rang zwei hinter dem von Sir Michael Stoute trainierten Doctor Fremantle (Ryan Moore) vor dem dreijährigen Alwaary (wie Wiener Walzer ein Sohn von Dynaformer), doch hatte Schiaparelli Letztgenannten behindert. Schon im Sattel kam es zu einem Wortgefecht der Jockeys, am Grünen Tisch wurde Schiaparelli auf Platz drei gesetzt. Bei einem guten Rennverlauf wäre der Sieg wohl nur an Alwaary gegangen.

Der sechsjährige Schiaparelli zahlte bei seinem tollen Comeback 60:10 auf Platz. Gerüchte besagen, dass Schiaparelli seinerzeit für fünf Millionen Euro an Sheikh Mohammed veräußert wurde. Der Sheikh war am Donnerstag höchstpersönlich in Newmarkt vor Ort, das July Meeting zählt zu seinen Lieblingsveranstaltungen im gesamten Rennjahr.

Trainer Saeed bin Suroor war mit dem Jahreseinstand von Schiaparelli, der noch im Deutschland Preis in Düsseldorf genannt ist, hochzufrienden: ‚Er ist großartig gelaufen. Er musste nach dem Arc im Winter mit einem Problem an seinem Fuß behandelt werden. Das Comeback war toll und er wird sich nach diesem Rennen auch noch steigern.‘

Der Mann des Tages in Newmarket war Frankie Dettori. Der Italiener gewann drei der sieben Rennen. Besonders Eindruck machte dabei der Erfolg auf dem dreijährigen Kite Wood, der ein Gruppe III-Rennen über 2600 Meter gewann und ein Kandidat für das Englische St. Leger sein könnte. Der Galileo-Sohn besitzt wie sein Trainigsgefährte Schiaparelli auch eine Nennung für den Großen Preis von Baden.

Nachdem der Renntag in Newmarket beendet war, gab es im englischen Warwick noch einen ‚deutschen‘ Sieg zu feiern. In den Farben des Hoppegarten-Machers Gerhard Schoeningh legte die dreijährige Oasis Dream-Tochter Doggerbank nach Platz zwei beim Debüt nun ihre Maidenschaft ab. Im Sattel der von Henry Cecil trainierten Stute saß Eddie Ahern.

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