Im Vorjahr hatte Christian von der Recke (Foto) zunächst das belgische und dreieinhalb Wochen später das holländische Derby in seinen Weilerswister Stall geholt. Damals siegten zunächst The Lemonpie in Ghlin und dann Classical Song in Duindigt, ein Hengst aus dem Biesdeel Stud der Familie Ballering, für die Derbysiege mitterweile fast schon zum Alltagsgeschäft zählen, denn „Blaue Bänder“ hat sie sich in den letzten Jahren in reichlichem Maße geholt.
Den fünften Triumph landeten die „Biesdeeler“ im vergangenen Jahr, als der von Rene Piechulek gerittene Classical Song vom Start weg der Konkurrenz seinen Stempel aufdrückte und nach Belieben das Geschenen diktierte.
Acht Längen Vorsprung, die er im Ziel besaß, sagen viel über die Manier aus, mit der der von Volfonic stammende Hengst gesiegt hatte und damit in den Spuren seines Vaters gewandelt war. Diese hatte nämlich im Jahr 2001 unter der Regie von Trainer Harro Remmert für das Biesdeel Stud das Derby gewonnen.
Am Sonntag soll der sechste Erfolg im wichtigsten Rennen der Niederlande her. Die Chancen dafür stehen ausgesprochen gut. Denn Christian von der Recke, schon drei Mal Derbysieger im Nachbarland, bietet mit Classic Sun eine Stute auf, die zwar bei der Generalprobe viel Pech hatte, als sie als Siegerin disqualifiziert wurde, nachdem sie im letzten Bogen einen Konkurrenten behindert hatte, die aber auch von der Konkurrenz wie Trainer Jan Pubben als das zu schlagende Pferd betrachtet wird.
„Classic Sun hatte zuletzt leicht gewonnen, aber einen Gegner behindert, worauf sie auf den fünften Platz zurückgestuft wurde. Die Verwirrung war dann endgültig komplett, als auch der Reiter des zweitplatzierten Pferdes mit zwei Kilo weniger zurückgewogen hatte, worauf auch er aus der Wertung fiel“, erinnert sich Pubben an turbulente Trial Stakes Anfang Juni.
Wie damals sitzt Alexander Pietsch, der nach seiner Rückkehr eine bemerkenswerte Saison absolviert, im Sattel der Stute. Er erhält so die Chance zur Wiedergutmachung und auf seinen zweiten Derbysieg, denn in Ghlin hatte er Super Flight zu einem überlegenen Sieg geführt.
20.680 Euro stehen über dem Derby, das über 2400 Meter führt und in dem Jan Puben mit Ferro Sensation, Tambourineman, Loretta und Victoria S gleich vierfach im achtköpfigen Feld vertreten ist.










