Das sieht man auch nicht alle Tage, was den Besuchern im Trainerreiten, seit Jahren eine der Attraktionen am drittletzten Tag des Derby-Meetings geboten wurde. Denn mit Earlsalsa siegte ein Pferd, das 73,5 kg und damit eine riesige Bürde trug. Und wie der Kingsalsa-Sohn, den Christian von der Recke trainiert, gewann!
Ausgangs des letzten Bogens von Carolin Lippert (Foto), der Assistentin des Weilerswister Trainers, auf der Außenbahn eingesetzt, überrannte Earlsalsa die vor ihm liegenden Pferde und hatte bereits klar vor der Ziellinie die Entscheidung zu seinen Gunsten herbeigeführt. Hinter Earlsalsa, der die Farben des Hamburger Stalles Blankenese trug, für die Pferde wie Samum, Schiaparelli und vor einem Jahr Kamsin das Deutsche Derby gewannen, folgte mit Blue Citadel und Jean-Pierre Carvalho das favorisierte Team auf dem zweiten Platz vor dem lange führenden Monolithos und Reinhard Ording. Alle sieben Reiter zeigten, dass sie noch immer ihr Metier beherrschen (Video ansehen).
Im vorletzten Rennen kam der Sieger mit Skin Man erneut aus dem Weilerswister Stall von Christian von der Recke. Großes Gedränge herrschte anschließend bei der Siegerehrung, denn Besitzer des Siegers ist der Galopp Club Deutschland, der rund 250 Mitglieder aufweist. Skin Man, der sein erstes Rennen gewann, sorgte zugleich für den ersten Erfolg von Filip Minarik, der ein ganz starkes Finish ritt, während der Hamburger Tage.
Ehe gefeiert werden konnte, galt es noch eine Überprüfung des Rennverlaufs durch die Rennleitung zu überstehen, die es dann bei dem ursprünglichen Einlauf mit Skin Man als Sieger vor der Münchenerin City Starlet beließ, was im umgekehrten Fall den zweiten Treffer für das Team Figge-Kerekes bedeutet hätte.
Nach der „Wettchance des Tages“ strahlte eine Besitzerin ganz besonders. Anna Neuber-Hedtmann, zu Hause in Wuppertal, konnte nämlich die vierjährige Sweet Arrow, die den ersten Start für sie bestritten hatte, als Siegerin in Empfang nehmen. Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen setzte sich die Stute sicher gegen Narvik durch, was für Siegreiter Henk Grewe den vierten Treffer während des Meetings sowie den 200. seiner Laufbahn bedeutete.
Als Trainer zeichnet der Düsseldorfer Sascha Smrczek, dessen Pferde seit Wochen mit konstanten Leistungen aufwarten. Kim Groom, die im Rahmen einer Werbeaktion für einen Tag einen neuen Besitzer (900 Euro Prämie) erhalten hatte und lange führte, und Practical Joke komplettierten die Viererwette, für die der Toto 72.436:10 zahlte.
Das letzte Rennen endete mit dem zweiten Erfolg eines in Hannover vorbereiteten Pferdes. Dort trainiert Harald Grube die vierjährige De Havilland, die unter Eugen Frank mit einer starken Endleistung aufwartete, die lange chancenreich wirkende Scandera sowie Jermyn Street hinter sich ließ und mit ihrer Quote von 141:10 noch einmal für gutes Geld sorgte.
Die Friday Night Fever Aktion von pferdewetten.de in Zusammenarbeit mit German Tote und dem Hamburger Renn-Club war ein voller Erfolg. Es siegte der Kölner Horst Walraff, der 10.000 Euro kassierte.
17 Mitspieler erzielten 50.000 Euro Umsatz, katapultierten die Bahnwette so richtig nach oben. 445.009 Euro betrug das gesamte Wettaufkommen, das war ein Plus von ca. 25 Prozent gegenüber 2008. Die Außenwette belief sich auf 153.134 Euro (34 Prozent).










