Deutsche Chancen: Irian und Indomito im Prix Jean Prat

Am Sonntag heißt es aus deutscher Sicht Daumen drücken für unseren klassischen Sieger, den Schlenderhaner Irian (Foto). Geht es nach Trainer Jens Hirschberger, dann steht der Tertullian-Sohn in der diesjährigen Ausgabe eines international top besetzten mit insgesamt 400.000 Euro dotierten Prix Jean Prat in Chantilly vor einer höchst interessanten Herausforderung. In der über die Meile führenden Gruppe I-Prüfung wird Irian dabei vom französischen Spitzenjockey Stephane Pasquier gesteuert.

„Wir haben ihm ganz bewußt eine Pause seit dem Mehl-Mülhens Rennen gegeben, da die Frühjahrskampagne ja doch sehr intensiv war. Irian präsentiert sich in der Arbeit sehr gut in Tritt. Die stärksten Gegner in dieser aus meiner Sicht sehr offenen Prüfung sehe ich vor allen Dingen in Westphalia aus dem dreifachen Aufgebot von Aidan O’Brien, aber auch Oiseau du Feu aus dem Rouget-Quartier wird hoch gehandelt“, erläuterte Schlenderhan-Trainer Jens Hirschberger.

Irian hatte ebenso wie sein Stallgefährte Aviso (beides Tertullian-Söhne) im Vorjahr mit Filip Minarik im Sattel eine furiose Leistung im ersten Klassiker des Jahres, den 2000 Guineas, im Weidenpescher Park gezeigt. Dabei hielt der Sohn aus der Iberi, die zahlreiche Hochkaräter gebracht hat, diesmal anders als einige Wochen zuvor im Krefelder Stadtwald vor allen Dingen mit einem von Daryll Holland gerittenen Zafisio gute ausländische Konkurrenz in Schach.

Dabei zeigte sich der Tertullian-Sohn noch einmal wesentlich gesteigert im Vergleich zum Auftritt im Dr. Busch Memorial. In Chantilly warten neben der Top-Chance Westphalia aus dem dreifachen Aufgebot von Aidan O’Brien ebenso mit Lord Shanakill, dem Dritten aus den St. James Palace Stakes, Gr. I bzw. dem Zweiten in den Dewhurst Stakes Gr. I absolute Hochkärater der internationalen Turfszene.

Auch Grand Criterium-Sieger Naaqoos für Hamdan al Maktoum oder sein Runner up Milanais (Trainer David T. Smith) sind nur einige Optionen in dem neunköpfigen Aufgebot dieser Gruppe I-Prüfung, bei der als zweite deutsche Chance der von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf vorbereitete Indomito als großer Außenseiter nach den Sternen greifen wird.

Sein Trainer zu Indomito: ‚Ein Pferd mit viel Potenzial, das auf Wunsch seines Besitzers in dieser Prüfung laufen wird, eine Platzierung wäre da schon ein Riesenerfolg.‘

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