HH: Steher-Auktionsrennen: Viele Euros f?r Pennyprince?

Dreijährige Steher, die knapp unter der Jahrgangsspitze rangieren, treffen sich am Sonntag im BBAG Steher-Auktionsrennen über 2200 Meter in Hamburg und kämpfen dort um eine satte Preisgeldbörse in Höhe von 50.000 Euro. Und auch die ein oder andere ehemalige Derbyhoffnung findet sich unter den zwölf Teilnehmern wieder.

Stall Biovitas Pennyprince (Foto, Rene Piechulek) genießt im Mülheimer Diana-Quartier von Uwe Ostmann unverändert einen hohen Stellenwert, doch konnte der Samum-Sohn nach seinem überaus beeindruckenden Youngster-Erfolg in Köln – als er unter anderem Derbymitfavorit Saphir klar hinter sich ließ – bislang die in ihn gesetzten Erwartungen nicht ganz erfüllen.

Spätestens nach einem ernüchternden Ergebnis in der Union musste man den Derbytraum mit Pennyprince abhaken. Er kann nun zeigen, dass er sich in dieser Gesellschaft behaupten kann, etwas Regen bis Sonntag wäre bestimmt kein Nachteil für ihn.

Gleich zwei Kandidaten haben in ihrer Karriere bereits jeweils zwei Volltreffer landen können, namentlich Muthesius und Foscario. Muthesius behauptete sich bereist zweijährig in Meran mit einem Sechs-Längen-Vorteil und schlug während des Badener Frühjahrsmeetings dann das zweite Mal zu, ließ zu dieser Gelegenheit sicher keine schlechten Pferde hinter sich.
„Alles steht und fällt mit dem Boden bei Muthesius. Er benötigt schon weiches Geläuf, um seine beste Form abrufen zu können“, äußert sich Hans-Jürgen Gröschel doch etwas skeptisch vor dem Start.

Einige Hoffnungen auf den Sieg macht sich bestimmt auch der Hoppegartener Trainer Roland Dzubasz, dessen Saisonbilanz mit 19 Siegen schon wieder sehr ordentlich aussieht. Foscario (Alexander Pietsch) überquerte bei seinen letzten beiden Starts die Linie als Sieger, wusste vor allem beim Hoppegartener Sieg restlos zu überzeugen. Allerdings wird nun doch schon ein bisschen mehr von dem Waky Nao-Sohn verlangt.

Interessant dürfte ferner Schiller Danon (Andreas Suborics) sein. Der Hickst-Schützling gewann ein Maidenrennen beim Badener Frühjahrsmeeting in überlegener Manier hat seitdem ausgesetzt.

Bei Neena (Jozef Bojko) ist mit Scheuklappen der Knoten endlich aufgegangen und auch wenn sie noch sieglos ist, sollte die Wöhler-Vertreterin nicht unterschätzt werden. Die letzten beiden Ehrenplätze sehen gut aus, sie verlor stets nur gegen sehr hoch eingeschätzte Stuten.

Exotic Dream (Filip Minarik) war zuletzt in Köln doch weiter von der Entscheidung entfernt, als man angenommen hatte. Sie hat aber zuvor schon gewonnen und kann auch von der weiterhin exzellenten Stallform bei Andreas Trybuhl profitieren. Die Frankreich-Formen von Werner Baltromeis Canall (William Mongil) sind nur schwer einzustufen. Gefühlsmäßig hätte er bei seinen vier Versuchen doch schon etwas mehr verraten müssen, um hier für den Sieg interessant zu sein.

Ein Platzgeld scheint aber immer möglich. Superstition (Jerome Lermyte) gewann beim einzigen Start in München, wird ein Pferd sein, das sich weiter zu steigern weiß. Er schlug mit Double Handful und Marlow gleich zwei Derbystarter, sollte in jedem Fall auch in dieser Gesellschaft einige Beachtung finden und eventuell für die Überraschung sorgen, während Lapao (war schon klar hinter Schiller Danon), Swadesh, Bebido und Don’t forget als große Außenseiter antreten.

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