Was für ein Tag für den Mülheimer Trainer Werner Baltromei und seinen Stalljockey Dominique Boeuf! Als Krönung eines lupenreinen Hattrick gewann das Team mit der Hamburger Meile, die in Erinnerung an Franz-Günther von Gaertner, den langjährigen Präsidenten des Hamburger Rennvereins, gelaufen wurde, mit Marlene Hallers Earl of Fire auch das Hauptrennen des Eröffnungstages.
Ehe der dritte und wichtigste Treffer dann auch gefeiert werden konnte, musste erst einmal eine Überprüfung des Rennverlaufs durch die Rennleitung überstanden werden, nachdem der früh an die Spitze gegangene Earl of Fire den innen postierten und stets in seinem Windschatten folgenden Sehrezad gestört hatte (Video ansehen). Nach einigen Minuten des Bangens konnten Baltromei und Boeuf aufatmen und zur Siegerehrung schreiten, denn die Rennleitung beließ es bei der ursprünglichen Reihenfolge.
Somit hatte sich die Taktik, den Hengst von der Spitze aus marschieren zu lassen, voll ausgezahlt. „Im Frühjahr litten meine Pferde unter einem Virus, doch jetzt sind sie zum richtigen Moment wieder auf dem Posten. Earl of Fire ist ein leichter Schlag und dürfte im Alter noch reifer werden. Er hatte mit Freminius gearbeitet und war dabei etwas besser gegangen. Demnächst muss er sich in einem Gruppe-II-Rennen beweisen, dann werden wir mehr wissen“, erklärte Werner Baltromei zu seinem Sieger, der aus der Zucht der Besitzerin stammt.
„Es ist zum Verzweifeln, wieder nur Zweiter. Wir sind wir nun zum achten Mal in Gruppe-bzw. Listen-Rennen Zweiter, diesmal sogar nur um einen kurzen Kopf geschlagen“, hieß es aus dem Lager des zweitplatzierten Sehrezad. „Wir waren mit sehr viel Mumm nach Hamburg gefahren, er hat wirklich alles gegeben“, hieß es weiter zur Leistung des Vorjahressiegers, der an alter Erfolgsstätte ein großartiges Saisondebüt ablieferte.
Als Dritter nach guter Schlussleistung kam der klar favorisierte Liang Kay als Dritter vor Querari über die Linie, was Trainer Uwe Ostmann zufrieden stellte. „Der Boden war zu schnell für ihn, hätte weich sein müssen. Der Hengst wird den nächsten Start im Münchener Dallmayr-Preis über 2000 Meter bestreiten“, fügte der Mülheimer Trainer an, der seinem dort tätigen Kollegen fair gratuliert hatte.
Der zuletzt noch in der Badener Meile erfolgreiche und dabei vor Liang Kay und Earl of Fire gebliebene Aspectus hielt sich lange hinten auf, zeigte unterwegs einen Moment, konnte letztendlich aber nicht überzeugen. Nach dem heutigen Tag besitzt Werner Baltromei die besten Aussichten auf das Hamburger Trainer-Championat.











