Starke Gegner f?r den Titelverteidiger im ‚Marathon‘

Am Dienstag, dem dritten Hamburger Meetingstag geben sich die „Nurmis“ unter den Rennpferden die Ehre. Insider wissen längst, wovon die Rede ist. Vom Hamburg-Dresden-Pokal, dem sogenannten „Langen Hamburger“, dem 20.000 Euro-Listenrennen über 3200 Meter. Vor einem Jahr eroberte der von Pavel Vovcenko vorbereitete Limatus die Herzen der Fans. Nach einer optimalen Einteilung von seinem Steuermann Andrasch Starke brillierte der Law Society-Sohn in den Niebuhr-Farben.

Zur Quote von 93:10 verwies er mit eineinviertel Längen Vorsprung den heißen 16:10-Favoriten Waldvogel auf den Ehrenplatz. Dritter wurde der Schwede Jagodin.

Aktuell wirkt die Form von Limatus zwar nicht so ganz aufregend, doch sollte man sich davon nicht täuschen lassen. Zuletzt in einem ähnlichen Rennen in München gab sein Jockey an der Spitze viel zu viel Gas. Unterwegs besaß er fast hundert Meter Vorsprung, da konnte man mit einem Einbruch auf der Zielgeraden fast schon rechnen. Die Taktik ging nicht auf, Limatus wurde komplett überlaufen.

Zwölf Monate nach dem Coup soll er nun wieder mit Andrasch Starke im Sattel in Horn für Furore sorgen. Dafür muss er beispielsweise Brisant (Marvin Suerland) schlagen, der für seinen neuen Betreuer Ralf Suerland erst einen Saisonstart absolviert hat und dabei im Silbernen Band der Ruhr als Vierter nicht übel lief.

Favorit werden könnte St. Leger-Sieger Valdino (Foto, Rene Piechulek), der nach mehreren schwächeren Vorstellungen hinter Poseidon Adventure in München wieder Aufwärtstrend verriet, wenn er auch weit geschlagen war. Der Ostmann-Wallach muss allerdings viel Gewicht weggeben, doch ist er für alle ein harter Prüfstein.

Werner Heinz, Sportvermarkter aus Trier und nicht erst seit dem Derbysieg mit Dai Jin 2003 ein großer Pferdeliebhaber, vertraut auf den letztjährigen Derby-Fünften Satier (Andreas Helfenbein), der beim Aufgalopp 2009 in München als Dritter ansprechend lief, zumal er das Rennen noch benötigt haben dürfte.

Mit der von Andreas Trybuhl trainierten Sweet Day (Norman Richter), die allerdings deutlich unter Satier anzusiedeln ist, hat Heinz noch ein zweites Eisen im Feuer. Christian von der Reckes Neuzugang Tarkheena Prince (Andras Suborics) ist bei uns noch nicht richtig aufgefallen, doch braucht das kein Dauerzustand zu sein.

Norbert Sauer setzt auf Santero (Henk Grewe), der hier vor zwei Jahren bereits seine Maidenschaft ablegte und sich vor einer Pause in Frankreich glänzend verkaufte. Miss Naline (Filip Minarik) und Longoria (Alexander Pietsch) haben es dagegen sehr schwer. Besser gefällt die Engländerin Si Belle (Andre Best), die bei uns schon ihre Visitenkarte abgegeben hat. In den Farben von Kirsten Rausing gehört die Lady in jede Rechnung im Zehnerfeld.

Nächste Renntage

Galopprennen in Deutschland
Fr., 10.07.Saarbrücken
Sa., 11.07.Köln
So., 12.07.Mülheim
Sa., 18.07.Bad Harzburg
So., 19.07.Berlin-Hoppegarten, Bad Harzburg
Do., 23.07.Bad Harzburg
Galopprennen in Frankreich
Di., 07.07.Chantilly, Aix les Bains
Mi., 08.07.Saint-Cloud, Dax
Do., 09.07.Longchamp, Chateaubriant
Fr., 10.07.Compiegne, Dieppe
Sa., 11.07.Clairefontaine, La Teste
So., 12.07.Deauville