Das aus deutscher Sicht interessanteste, weil am höchsten dotierte Rennen, findet am Sonntag nicht etwa in Frankreich oder Italien, sondern in Tschechien statt. Auf der Rennbahn Velka Chuchle in Prag wird nämlich das 89. Fortuna Ceske Derby, so der offizielle Titel, ausgetragen, in dem es für sechzehn Pferde – mehr sind nicht zugelassen – auf der 2400-Meter-Strecke um 3.000.000 Kronen, umgerechnet 114.000 Euro, geht.
Anreiz genug für den Gütersloher Stall von Andreas Wöhler, mit Gestüt Sommerbergs Derwisch als einzigem deutschen Pferd Anlauf auf diese Summe zu nehmen. Die Generalprobe hatte der Aeskulap-Sohn, der der Sommerberger Zucht entstammt, in Düsseldorf zur absoluten Zufriedenheit der Verantwortlichen absolviert, so dass man mit guten Chancen in dieses Rennen geht.
„Er hat in der Arbeit überzeugt, wir sind guten Mutes“, meinte Jockey Eduardo Pedroza (Foto), der am Samstagabend unmittelbar nach den Rennen in Düsseldorf mit Trainer Andreas das Flugzeug nach Prag besteigen wird. Den Prager Kurs hat der deutsche Championjockey vor einem Monat bereits kennen gelernt, als er mit nach Eisenverlust von Caerleon Wind Platz vier in den 2.000 Guineas erreicht hatte.
Neben Pedroza kommen noch die Jockeys Rastislav Juracek und Jiri Palik, die schon oft anlässlich dieses großen Renntages in Prag weilten, zum Einsatz. Sollte eines der angegeben sechzehn Pferde nicht teilnehmen, würde Dekolit ins Feld rutschen und auch Pavel Hlavaty einen Derbyritt ermöglichen. Pedroza, Palik und Juracek absolvieren ferner im Rahmenprogramm Ritte.











