Stutenrennen haben oft ihre eigenen Gesetze. Das bewahrheitete sich auch am Fronleichnams-Donnerstag einmal mehr. Denn im Preis der Union Investment, einem mit 26.000 Euro dotierten Listenrennen über 1600 Meter in Frankfurt beherrschten drei Außenseiterinnen die Situation. Es wurde ein ungemein packendes Rennen.
Bis in den Einlauf hatte die zuvor in Frankreich stationierte Tekoa die Spitze vor Offshore, die bald geschlagen war, und der Französin Big Monologue (F.Veron). Die Favoritin Waky Love galoppierte dagegen gemeinsam mit Manipura am Schluss des neunköpfigen Feldes, könnten beide Opfer des langsamen Rennen gewesen sein (Video ansehen).
Auf der Geraden wehrte sich Tekoa tapfer, doch bald wurde sie von Big Monologue (Foto) abgelöst. Die sträflich unterschätzte Testa-Rossa-Tochter, die mit Henri-Alex Pantall ein ausgesprochener Spitzentrainer vorbereitet, machte sich sofort frei und wurde nocht mehr gesehen.
Lediglich die stark endende Masquenada (W. Mongil) kam noch etwas in ihre Nähe, während Tekoa tapfer den dritten Platz verteidigte. Whispered Dreams ging nur noch einen Strich, auch Waky Love wurde vom letzten Platz kommend Fünfte.
Es war das Rennen der Außenseiterinnen. 174:10 gibt es sicher nicht alle Tage auf einen Pantall-Erfolg, Big Monologue war in Deutschland kein unbeschriebenes Blatt, hatte im Vorjahr in Köln schon einen vierten Rang in einem ähnlichen Rennen erreicht.
Schon in der vergangenen Woche agierte der Hannoveraner Trainer Hans-Jürgen Gröschel ausgesprochen erfolgreich. Das setzte sich nun nahtlos fort. Denn im 2000 Meter-Altersgewichtsrennen trumpfte der von ihm vorbereitete Pentire-Sohn Glentire (32:10) groß auf.
Mit jeder Menge Endgeschwindigkeit bekam der von Wladimir Panov punktgenau gebrachte Wallach noch ganz zuletzt den im Schlussbogen in Front gezogenen Deustchland-Debütanten Officer zu fassen, während die Favoritin Porta Westfalica keine großen reserven besaß und klar zurück nur Dritte wurde.










