Es war schon fast zum Verzweifeln, den Pferden aus dem Stall von Uwe Ostmann wollte in den vergangenen Wochen einfach nicht viel gelingen. Die Ostmann-Wetter und seine Besitzer mussten eine lange Durststrecke durchleben, Jockey William Mongil war das erste Opfer der schlechten Stallform.
Am Donnerstag gab es nun aber endlich wieder einmal ein Erfolgserlebnis in einer Dreijährigen-Prüfung. Schauplatz war dabei die Heimatbahn in Mülheim.
Hier schlug die Lokalmatadorin Oriental Time (Foto), eine Dashing Blade-Tochter des Gestüts Auenquelle, mit Pascal Jonathan Werning zu. Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen bekam die 53:10-Mitfavoritin noch die sich tapfer von vorne wehrende Außenseiterin Victoria Regia und den etwas zu spät Tritt fassenden Debütanten Krambambuli in den Griff (Video ansehen).
‚Riesig gelaufen, toll gekämpft und sehr gut geritten‘, so lautete das Fazit von Oriental Times Trainer Uwe Ostmann, der das Rennen live vor Ort mitverfolgt hatte.
Der erste Starter des Neu-Trainers Jean-Pierre Carvalho gab in München eine achtbare Vorstellung. Denn die Stute Sovereign Baby musste sich nur dem völlig souverän an der Innenkante davonziehenden, in Baden schon stark gelaufenen Quinero (Rene Piechulek/Wolfgang Gülcher/21:10) vor sich dulden, verteidigte aber den Ehrenrang knapp gegen die noch gut anziehende Princess Lala.
Mit einer Sensantion endete die 2400 Meter-Dreijährigen-Prüfung in München, als Rupert Plerschs von Werner Hefter trainierte Kutub-Tochter Superstition (243:10) auf Anhieb gegen Double Handful und den heißen Favoriten Marlow hinkam.
Kleine Felder, große Gelder – so lautete die Devise in der 1300 Meter-Prüfung für den Derby-Jahrgang in Frankfurt. Denn mit 76:10 notierte Werner Hefters Sholokhov-Sohn Fernandio im kleinen Fünferfeld als längster Außenseiter, nachdem er in Iffezheim deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben war.
Doch unter dem italienischen Spitzenjockey Mirco Demuro entwickelte er so große Reserven, dass auch die lange führende Medusa passen musste, während die Favoritin Sooner or Later ebenso wie der stark beachtete Primo Vero, die die Plätze drei bzw. vier belegten, nie richtig zwingend wirkten.
Über Jahre hinweg spielte Egerton in den Farben des Stalles Reckendorf eine große Rolle in der hiesigen Grand Prix-Szene. Da war es keine Überraschung, dass seiner rechten Schwester Ephigenie beim Einstand in Niederrad gleich viel Beachtung zukam.
Zurecht, denn die 26:10-Co-Favoritin gewann zuletzt noch eindeutig die Oberhand über die favorisierte La Lune und Segovia. Manuela Murke agiert weiter in Top-Form, sie steuerte die Röttgenerin für ihren Chef Torsten Mundry.
Einer weiterer Groom Dancer-Nachkomme nach Ephigenie in Frankfurt setzte sich in Mülheim mit Diani durch, wobei der von Andreas Wöhler trainierte Hengst unter Eduardo Pedroza sich völlig souverän von Illara und Accacio freimachte.
Die Wetter hatten ihn erheblich unterschätzt, denn der Sport-Welt-Favorit zahlte lukrative 63:10! ‚Wir hatten etwas Bedenken wegen des weichen Bodens, aber er hat das gut gelöst. Jetzt könnte er ins Österreichische Derby gehen‘, berichtete Andreas Wöhler.











