Schnelle Entsch?digung f?r Belle Syrienne in M?lheim

Was war das für ein Pech in Iffezheim! Vor dem Start des Festa-Rennens musste die Fährhoferin Belle Syrienne (Foto) urplötzlich zurückgezogen werden. Die Golan-Tochter der hochklassigen Bela-M aus der Zucht des verstorbenen Dr. Rolf Wilhelms ging damals lahm. Doch das Team um Trainer Peter Schiergen ließ sich nicht unterkriegen, suchte sofort eine neue Aufgabe für die bislang bei erst zwei Starts einmal erfolgreiche Lady.

Man wurde fünfig und engagierte Belle Syrienne nun am Donnerstag im Großen Preis der Sparkasse Mülheim, einem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 2200 Meter, das in der Tradition des Berberis-Rennens stand.

Und hier gab es reichlich Entschädigung für die Stute, die als 42:10-Co-Favoritin unter Filip Minarik angetreten war. Mit explosivem Speed überrannte der Gast aus Köln vom letzten Platz noch die sich vorne großartig wehrende Röttgenerin Andrea (Fredrik Johansson) und die stark beachtete Lokalmatadorin La Poesie (Terry Hellier).

Dagegen kam die Favoritin Jambalaya auf ungewohnt langer Strecke aus dem Hintertreffen nur noch auf den vierten Rang, während von der Engländerin Atabaas Allure früh nicht mehr das Geringste zu sehen war.

‚Belle Syrienne hatte sich wreiter gesteigert. Wir sind mit einem guten Gefühl angetreten. Sie wurde auf Warten geritten und zeigte viel Speed. Vielleicht geht sie in die Diana‘, erläuterte Trainer Peter Schiergen.

Mit einem GAG von 45 Kilo schien Katja Gernreichs Ostella in einem Altersgewichtsrennen über 2950 Meter eigentlich völlig chancenlos zu sein. Doch mit großem Speed flog die 307:10-Außenseiterin unter Katharina Daniela Werning allen Gegnern, mit Estima Directa und Have a nice day an der Spitze, völlig souverän davon. Der heiße Favorit Feuerstrum gab sich restlos geschlagen und wurde Letzter.

Auch im Araberennen mussten die Favoritenwetter eine herbe Niederlage verdauen, als Sharima auf vielleicht etwas kurzer Distanz nur Vierte wurde, während die 127:10-Chance Blitters Plonja aus Holland mit Marvin Suerland ganz zuletzt noch Belle Amerelle und Prince des Cedres abfing.

Als absoluter Glücksgriff für Trainer Torsten Schmeer erweist sich Valhillen. Der vierjährige Bertolini-Wallach landete in einem Sprint-Ausgleich III seinen zweiten Saisontreffer, wobei Hana Mouchova mit dem 37:10-Mitfavoriten erst zum Schluss Gangster und Oquawka noch verdrängen konnte.

Das Team Schmeer/Mouchova durfte sich dank Fairy Diamonds (137:10) Sieg im 2000 Meter-Ausgleich III gegen den heranfliegenden Timm´s Diamant sogar über ein Doppel freuen.

Einen Husarenritt legte Cilla Riese auf Nighty in einem 2300 Meter-Handicap hin, als sie Start-Ziel mit deutlichem Vorsprung den Ton angab. 61:10 gab es auf den Erfolg der seit fast zwei Jahren nicht mehr erfolgreichen Stute.

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