Schafft wieder einer das Top-Doppel Dresden/Hamburg?

Seit All my Dreams 1995 gelang keinem Pferd mehr das Doppel Dresden/Hamburg (Derby). Am Samstag eröffnet erneut der Große Freiberger Premium-Preis (84. Dresdner Preis der Dreijährigen) das große, zweitägige Meeting in Seidnitz. Das Feld in diesem mit 20.000 Euro dotierten Listenrennen über 2000 Meter ist zwar zahlenmäßig mit sechs Pferden überschaubar. Aber die Prüfung verspricht doch einigen Reiz.

Vor allem die beiden noch für Hamburg startberechtigten Kandidaten wird man ganz besonders unter die Lupe nehmen – den von Andreas Wöhler trainierten Navajo Dancer (Eduardo Pedroza, Foto) und Roland Dzubasz´ Ordenstreuer (Alexander Pietsch). Beide Pferde überzeugten bei ihren jüngsten Auftritten vollauf, wobei Navajo Dancer bei Kursen von ca. 150:10 noch in der erweiterten Favoritengruppe für das Blaue Band der Buchmacher-Wettmärkte zu finden ist.

Zwei Starts – zwei Siege – so lautet die imponierende Bilanz des Montjeu-Sohnes der Winterkönigin Night Lagoon, der auch mit dieser Distanz nicht die geringsten Probleme besitzt. „Er hat bisher noch nichts verkehrt gemacht. Nun muss er sich entsprechend vorstellen, damit er noch für das Derby in Frage kommt“, erklärt Trainer Andreas Wöhler.

Ordenstreuer, mit einem starken Antritt ausgestatteter Nayef-Sohn, legte zuletzt in Hoppegarten Start-Ziel immer wieder zu und hat sicher noch weiteres Potenzial.Er sollte auch die Nummer eins im Dzubasz-Duo gegenüber Foscario (Wenke Falland) sein, dessen Siegform aus Bremen vorerst noch nicht aufgewertet wurde.

Mit einer mächtigen Speedleistung brillierte Muthesius (William Mongil) in Iffezheim, dessen Trainer Hans-Jürgen Gröschel seine Pferde in bemerkenswerter Form hat. In beachtlichen GAG-Sphären ist nach seinem Ausgleich II-Sieg gegen gestandene ältere Pferde bereits Palermo (Adrie de Vries) angelangt, der sicher auch hier die Farben von Christian Zschache auf einen vorderen Platz tragen könnte.

Bei jedem Start im Geld landete Martin Rölkes Readyspice (Jiri Palik), der in Leipzig vorher an der Startstelle entlaufen und unter Wert geschlagen war. Nach Satrtverlust fand er nicht so recht in die Partie, doch in diesem Feld wird noch weit mehr verlangt.

Auch am Freitag sind Galopprennen, auf dem wendigen Kurs in Mannheim. Und die Karte der neun Prüfungen ist bunt gemischt. Sicher ein Top-Termin am Brückentag zwischen Feiertag und Wochenende.

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