Das Berberis-Rennen am Donnerstag in Mülheim lockt versprechende dreijährige Stuten über 2200 Meter an den Raffelberg: In diesem 20.000 Euro-Listenrennen kommt es wieder einmal zum Duell der Top-Ställe von Andreas Wöhler (Foto) und Peter Schiergen. Wöhler bietet die Samum-Tochter Jambalaya, eine Hoffnungsträgerin im Lot des Stalles Blankenese auf, die bei ihrem Listensieg in Köln im vergangenen Jahr sehr imponierte.
Ihr Jahresdebüt 2009 im Schwarzgold-Rennen war noch nicht das Gelbe vom Ei, aber das sollte sie locker steigern. Unter Stalljockey Eduardo Pedroza sieht es nun deutlich einfacher aus.
Wenige Minuten vor dem Festa-Rennen in Iffezheim sah man bittere Minen im Team um die Fährhoferin Belle Syrienne. Als Co-Favoritin sollte die Golan-Tochter damals ins Rennen gehen, doch urplötzlich lief vor dem Start etwas schief. „Sie ging lahm, da war ein Start nicht mehr zu realisieren“, erläuterte Andrasch Starke damals noch auf dem Weg zum Absattelring, nachdem die Hoffnungsträgerin plötzlich auf einen Auftritt an der Oos verzichten musste.
Nun bekommt Filip Minarik den Ritt, da Andrasch Starke zeitgleich in Frankfurt aktiv ist. Ihr Erfolg zuvor in Köln hatte Appetit auf mehr gemacht.
Damals verwies sie die Park Wiedingerin Wanna Be auf den Ehrenplatz, die dieselbe Platzierung auch anschließend in Iffezheim erreichte. Da darf man sie unter dem in starker Form agierenden Andreas Suborics (auch bei Trainer Waldemar Hickst läuft es glänzend) auch hier nicht auslassen.
Beste Erfahrungen machte der Iffezheimer Trainer Horst Steinmetz in dieser Saison mit seinen dreijährigen Stuten. Da sollte man den vorletzten Platz der Nizza-Stute Cordoba im Henkel-Trial nicht überbewerten. Über Platzierungen kam die Röttgenerin Andrea von Trainer Hans Blume noch nicht hinaus, aber gerade in Stutenrennen ist bekanntlich vieles möglich.
Mit dem Prix du Cadran-Sieger Le Miracle hat La Poesis Halbbruder sogar einen gruppe I-Treffer am Arc-Tag in Longchamp auf seinem Konto stehen. Die Pentire-Tochter, die Lokalmatador Werner Baltromei aufbietet, dürfte nach ihrem fünften Platz beim Frankreich-Debüt gefördert sein.
Gefährlicher dürfte allerdings die Engländerin Atabaas Allure sein, die der reisefreudige Mark Johnston nach Mülheim schickt. Zwei siege landete die Alhaarth-Tochter als Zweijährige, so richtig ging es 2009 zwar noch nicht weiter, doch plant ihr Coach seine Gastspiele bei uns stets sehr gezielt. Spannung ist also garantiert am zweiten und damit leider schon vorletzten Renntag der Saison am Raffelberg.










