Es sind nicht nur die großen Namen wie Globus oder King of Sydney, die im Dr. Busch-Memorial für den Sieg in Frage kommen. Gerade einige dunkle Pferde machen den 1700 Meter-Test zu einem echten Wetträtsel. In erster Linie Daring Tiger und der Schlenderhaner Irian (Foto). Beide haben beim Debüt überzeugend gewonnen, wobei der Asterblüte-Hengst wohl die besseren Gegner gesehen haben dürfte, denn immerhin hatte Glad Panther, der in Köln hinter ihm war, schon eine Gruppeplatzierung vorzuweisen.
Dagegen wurde Irians Sieg durch den zweiten Super Flight in der Vorwoche nicht aufgewertet, der in einem Münchener Rennen unplatziert war. Sabantuy hat sein Können schon hinlänglich bewiesen. Der Sieger des Kölner Auktionsrennens startete mit einem überzeugenden Erfolg im Preis der Dreijährigen in die Saison. Und man sollte den Start-Ziel-Sieg vom Grafenberg nicht unterschätzen.
Denn mit Mantoro war in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ein Pferd gegen den Recke-Schützling chancenlos, das immerhin Zweiter im Ratibor-Rennen auf Gruppe III-Parkett war. Dennoch wird der Mujahid-Sohn am Sonntag in einer Außenseiterrolle stehen.
„Das zeigt mir, wie stark dieses Rennen besetzt ist. Man kann das ja kaum glauben, dass ein Pferd, das in seinem Jahrgang die zweithöchste Gewinnsumme hat, das in seiner Karriere nie schlechter als Zweiter war und ein Listenrennen gegen gute Pferde überlegen gewonnen hat, im Wettmarkt längster Außenseiter ist. Natürlich muss man sehen, wie es mit der weiteren Distanz aussieht.
Ein Vorteil ist sicher, dass Andreas Suborics ihn aus Düsseldorf schon kennt, das war auch der Plan, das wir einen Jockey finden, der ihn in beiden Rennen reiten kann. Es wäre schön, wenn wir ein Führpferd hätten, aber wenn keiner geht, kann er auch selber gehen, er ist sehr unkompliziert“, erklärt der Championtrainer.
Und dann ist da ja noch Mark Johnstons St Moritz. Der im Besitz von Renata Jacobs stehende Medicean-Sohn, der auch eine Nennung für das Mehl-Mülhens-Rennen besitzt, hat nach zwei Starts noch eine weiße Weste, war auf den Sandbahnen in Lingfield und Wolverhampton erfolgreich.
Und es gab in der Geschichte des Busch-Memorials schon einmal ein Pferd mit ähnlicher Vita, das nach vorne lief. 2003 belegte Ransom O’War den zweiten Platz und avancierte später sogar zum Galopper des Jahres.











