Der Start ins Kölner Rennjahr am Sonntag sah versprechende Dreijährige am Ablauf. Und der Asterblüte-Stall von Peter Schiergen präsentierte gleich ein echtes Ass. Der Ammerländer Daring Tiger (Foto) gab ein ausgezeichnetes Debüt. In einem offenbar gut besetzten 1600 Meter-Rennen entwickelte der Tiger Hill-Sohn enorm starke Reserven.
Von vierter Position aus ließ er sich einige Male anfassen, doch dann packte der 39:10-Mitfavorit riesig an. Auch die innen vorgetragene, stark aussehende Schlussattacke des Iffezheimer Gastes Usbeke konnte er abwehren, während der heiße Favorit Glad Panther aus bester Lage nicht weiterkam und Dritter wurde (Video ansehen).
‚Ich hatte ein gutes Laufen erwartet. Mal sehen, was wir jetzt machen. Die Zeit bis zum Busch-Memorial wird etwas knapp‘, sagte Daring Tigers Trainer Peter Schiergen. Auch im Lager von Usbeke war man hochzufrieden. „Bis Mitte März konnten wir nicht arbeiten, sind also spät dran“, erklärte Besitzer Klaus Hofmann.
Glad Panther hatte man mehr zugetraut, doch musste er auch Gewicht weggeben. „Er trug drei Kilo mehr und hatte nicht den Speed der beiden Konkurrenten. Aber das war schon in Ordnung“, meinte Trainer Uwe Ostmann.
Jede Menge Top-Pferde findet man in der Familie der Schlenderhanerin Salomea. In der Manier einer besseren Stute gewann die von Jens Hirschberger vorbereitete 39:10-Mitfavoritin das über 1850 Meter führende Stutenrennen für die Dreijährigen.
Filip Minarik ließ Wyona und die Favoritin Illara vorne gewähren, doch im Einlauf brachte er die Stute früh und sehr stark ins Bild. Mächtig setzte vom letzten Plaz aus die Fährhoferin Belle Syrienne nach, schien die Konkurrentin überlaufen zu können, doch Salomea legte nochmals entscheidend zu und behauptete sicher die Oberhand (Video ansehen).
„Wir wollten diese Distanz einmal ausprobieren. Die 1000 Guineas kommen nicht in Frage. Es gibt aber auch andere schöne Rennen, wenn sie gesund bleibt. Kürzer sollte es nach dem heutigen Eindruck nicht sein, aber vom Pedigree darf es wohl auch nicht allzuviel weiter sein“, erklärte Schlenderhans Gestütsleiter Gebhard Apelt. Cordoba raufte sich noch an der Favoritin Illara vorbei und wurde Dritte.
In Top-Form agierte Andrasch Starke, der neben dem Hauptrennen vier Rennen des Rahmenprogramms gewann. Neben Daring Tiger handelte es sich um November Snow, Paradise Beauty und Tomato finish, die in der Wettchance des Tages Night Shuffle, Rose des Vents und Lots of dots auf die Plätze verwies. Die Viererwette zahlte 9714:10 Euro (Video ansehen).
Sehr erfreulich fiel der Umsatz in den acht Rennen aus mit 280.672 Euro, was im Schnitt pro Rennen ein Plus von 16 Prozent war!










