Quijano Sechster – Aber Kazzia-Sohn gewinnt Sheema

Auch beim dritten Start im Dubai Sheema Classic hat es für Gestüt Fährhofs Vorzeigegalopper Quijano nicht gereicht. Der Acatenango-Sohn aus dem Asterblüte-Stall kam nach einem Rennen aus hinteren Regionen in dem mit 5 Millionen Dollar dotierten Gruppe I-Kracher in einem Klassefeld von 15 Pferden auf Platz sechs (Video ansehen).

Im Ziel war der Wallach etwa fünfeinhalb Längen hinter dem Sieger. Und das war überraschend der Kazzia-Sohn Eastern Anthem. In einem dramatischen Finish setzte sich der Fünjährige hauchdünn mit einer Nase gegen Michael Stoutes Spanish Moon durch, hinter dem Purple Moon als Dritter nur einen kurzen Kopf zurück folgte.

Damit war nur eine dreiviertel Stunde nach dem Triumph mit Gladiatorus der nächste Mega-Treffer für die Super-Aufsteiger Mubarak Bin Shafya und Ahmad Ajtebi fällig. Die Quote von 150:10 belegt, dass mit dem Sieg des Kazzia-Sohnes nicht unbedingt zu rechnen war.

Doch an diesem Abend ging bei Bin Shafya und Ajtebi einfach alles. Genau auf der Linie steckte Eastern Anthem, der mit zwei Siegen im Gepäck in das Rennen gegangen war, den Kopf nach vorne. ‚Ich weiß nicht, was ich sagen soll‘, es ist unglaublich‘, so Ajtebi nach dem Rennen in einem ersten Interview.

Es war ein hochdramatisches Rennen, denn Eastern Anthem, Spanish Moon und Purple Moon hatten sich in der Zielgeraden deutlich vom Rest abgesetzt. Kopf an Kopf stürmten sie über die Ziellinie mit dem besten Ende für den im Besitz von Sheikh Hamdan Bin Mohammed Al Maktoum stehenden Singspiel-Sohn.

Quijano hatte keine Chance auf den Sieg. Unterwegs lag er an elfter Stelle, nachdem ihn sein Jockey Andrasch Starke aus der äußeren Position schnell nach innen beordert hatte.

Doch das Tempo war nicht allzu schnell (die Siegzeit lag über vier Sekunden unter der des Vorjahres) und das war nicht gut für den Schiergen-Schützling, der zu einem Kurs von 100:10 zu wetten war.

So sah es auch Jockey Andrasch Starke: ‚Er ist ein gutes Rennen gelaufen, aber das Rennen war einfach zu langsam‘, so der Asterblüte-Stalljockey. Quijano verdiente mit dem sechsten Platz in dem Monstre-Rennen immerhin noch 100.000 Dollar.

Doch der große Sieger war natürlich Eastern Anthem, der einst für die Godolphin-Farben lief, für diese aber im letzten August bei seinem Start in den Geoffrey Freer Stakes (Gruppe III) in Newbury als Sechster enttäuschend lief.

Für seinen neuen Betreuer Mubarak Bin Shafya ist Eastern Anthem somit bei drei Starts noch ungeschlagen. Und auch wenn weder Lady Marian noch Quijano an diesem Abend gewannen, gab es erneut eine große Aufwertung für die deutsche Zucht.

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