Gro?er Godolphin-Abend, aber Lady Marian chancenlos

Im letzten Jahr gelang Godolphin beim World Cup-Abend so gut wie gar nichts, doch in dieser Saison war das ganz anders. Gleich in zwei Rennen waren die königsblauen Farben eins-zwei. Zudem gab es mehrere Platzierungen. Doch die Ex-Deutsche Lady Marian, die im Dubai Duty Free (Gruppe I, 1777 Meter, 5 Mio. Dollar) startete, konnte zu dem Super-Ergebnis nichts beitragen.

Die Nayef-Tochter, die ihr erstes Rennen für ihren neuen Besitzer bestritt, war unter Frankie Dettori als 170:10-Außenseiterin nie prominent, galoppierte unterwegs im Mittelfeld an der Außenseite. Die Vierjährige konnte nie nach vorne aufschließen und landete in dem wie erwartet sehr schnell gelaufenen Rennen schließlich auf dem letzten Platz (Video ansehen).

Der Sieg ging an den von Trainer Shooting Star Mubarak Bin Shafya vorbereiteten Italien-Import Gladiatorus. Der Vierjährige, der schon bei seinen ersten Rennen beim Racing Carnival mit der Taktik des Gehens so imponiert hatte, wurde von Ahmad Ajtebi, für den es der größte Erfolg seiner Karriere war, wie schon zuletzt resolut an die Spitze geschickt und machte dort richtig Dampf.

Mit großem Vorsprung vor der Japanerin Vodka kam Gladiatorus in die Zielgerade, von Vodka bis zum restlichen Feld waren es dann wieder mehrere Längen. Mitte der Geraden war zu erkennen, dass es für Vodka nicht reichen würde, sie ließ nach und wurde vom heranstürmenden Feld geschluckt.

Aus diesem hatte Luca Cumanis Presvis klar die größten Reserven, doch auch er konnte Gladiatorus (130:10) nicht mehr erreichen, der sogar mit dreieinviertel Längen Vorsprung gewann.

Von Presvis bis zum Dritten Alexandros waren es dann wieder zwei Längen, Vierter wurde Niconero. Der Vorjahressieger Jay Peg war als Elfter ebenso chancenlos wie der hochgehandelte Archipenko, der Platz sechs belegte.

‚Er ist eines der besten Pferde der Welt‘, jubelte Siegjockey Ajtebi nach dem Triumph in dem 5 Millionen Dollar-Rennen.

Ganz im Zeichen von Godolphin stand das UAE Derby (Foto), doch war es nicht der heißeste Favorit des Abends, Desert Party (Frankie Dettori), sondern dessen Stallgefährte Regal Ransom, der die mit zwei Millionen Dollar dotierte Gruppe II-Prüfung über 1800 Meter auf der Sandbahn gewann. (Video ansehen)

Nach einem Rennen aus dem Vordertreffen konnte der von Ted Durcan gerittene 170:10-Außenseiter alle Angriffe des 14:10-Favoriten abwehren und kam als sicherer Sieger mit einer halben Länge Vorsprung ins Ziel. Weit zurück holte sich Soy Librano das dritte Geld. Regal Ransom drehte damit den Spieß gegen Desert Party um, denn in den UAE 2.000 Guineas war dieser noch vor ihm gewesen.

Einen totalen Triumph der Godolphin-Pferde gab es passenderweise auch in der Godolphin Mile, dem Gruppe II-Rennen auf der Sandbahn, das mit einer Million Dollar dotiert war. Der Dettori-Ritt Two Step Salsa (30:10) beherrschte Start-Ziel die Konkurrenz und verwies seinen Stallgefährten Gayego leicht mit zweieinviertel Längen auf den zweiten Platz. Dritter wurde wie im Vorjahr der für saudi-arabische Interessen startende Don Renato(Video ansehen).

Eine Favoritenniederlage gab es im Golden Shaheen, dem mit 2 Millionen Dollar dotierten Gruppe I-Sprint auf der Sandbahn. Bob Bafferts Indian Blessing hatte unter Edgar Prado an der Außenseite zwar lange alle Chancen, doch war in der Bahnmitte der für saudi-arabische Interessen startende Big City Man (65:10,Trainer Jerry Barton) unter Jose Verenzuela einfach zu stark (Video ansehen).

Die Enttäuschung des Rennens war sicher die Vorstellung von Marchand d’Or, denn der Schimmel aus dem Stall von Freddy Head, immerhin mehrfacher Gruppe I-Sieger, kam nie auf die Beine, folgte gleich deutlich hinter dem Feld und blieb quasi Start-Ziel Letzter.

Das Dubai Kahayla Classic, das Gruppe I-Rennen für die arabischen Vollblüter (2000 m, 250.000 Dollar), gewann überlegen der von Rod Simpson trainierte Fryvolous (Daragh O’Donohoe), der den von Adrie de Vries gerittenen Nil Blanc und den Hamdan-Araber Paris Gagner auf die Plätze zwei und drei verwies.

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