Zur Standortbestimmung, was die besseren Vertreter des Derby-Jahrgangs angeht, zählt der Preis der Dreijährigen auf dem Grafenberg. Und ein Blick auf die Sieger und Platzierten dieses Listen-Rennens unterstreicht durchaus, dass diese mit 20.000 Euro dotierte Prüfung oft auch ein Sprungbrett für höhere Ziele bei den Vertretern des Derbyjahrgangs war.
Vor zwölf Monaten war im Preis der Dreijährigen ein Pferd in aller Munde, das schließlich auch als Sieger aus dieser Prüfung hervorging. Black out, der Seriensieger aus dem Jörgensen-Stall in Großenkneten. Vor seinem Erfolg im Düsseldorfer Listenrennen wechselte er in neuen Besitz, kam später leider nur noch sporadisch heraus.
Siege am laufenden Band hat diesmal kein Teilnehmer zur Hand, was für die Zukunft aber auch nichts zu bedeuten hat. Frisch aus Dubai zurück schwingt sich Andrasch Starke in den Sattel von Bum Bum, die seit dem Spätsommer bei Peter Schiergen in Training ist. Zuvor war die Giant‘s Causeway-Tochter bei Alain de Royer-Dupre in Chantilly in Training, kam bei zwei Starts aber noch nicht in die Platzierung.
Das sah dann schlagartig anders aus, als Bum Bum in München Zweite wurde, anschließend in Dresden gewann und mit einem zukunftsträchtigen zweiten Platz in einem Listenrennen in Longchamp Winterquartier bezog.
So dürfte NP Bloodstocks Stute gleich eine scharfe Klinge schlagen können. Mantoro kann bereits einen zweiten Platz auf Gruppe-Ebene vorweisen, bezwang zuvor in München Bum Bum in leichter Manier, steht nun ein Pfund ungünstiger Mantoros Stallform stimmt, Mario Hofer bezeichnet seinen Dreijährigen als ein „Pferd mit Perspektiven“. So wird Mantoro am Sonntag einen großen Anhang finden.
Mit der Kondituon im Rücken ist Marito sicherlich ein gängiger Tipp. Er war zweimal in Cagnes am Start, gewann dann auf Dortmunds Sandbahn überlegen. Als Sohn von Alkalde wird er zudem passend schweres Geläuf vorfinden.
Werner Baltromei: „Seinen konditionellen Vorteil müssen wir ausnutzen. Normalerweise sind die 1500 Meter zu kurz, aber auf schwerer Bahn wird schon Substanz verlangt.“ Am Platz trainiert wird Beltana, die im Rudolf-Oetker Memorial in Hamburg zu einem Listen-Sieg kam.
Viel Anlaufzeit düfte die von Sascha Smrczek trainierte Stute wohl nicht benötigen. Der Wöhler-Schützling Caerleon Wind geht sogar mit einer weißen Weste in diese Listenprüfung. Der Ransom O‘ War-Sohn war einmal draußen und hochüberlegen voraus.
Dann bezog er bereits Winterquartier. Allen ein Schnippchen schlagen könnte der von Christian von der Recke trainierte Sabantuy, der im letzten Jahr bereits ein Auktionsrennen auf sein Konto brachte und mit zwei weiteren Platzierungen bereits als Krösus bezeichnet werden darf. Man kann davon ausgehen, dass der Hengst gleich mit Volldampf an den Start kommt.











