Der Prix Exbury ist traditionsgemäß das erste Grupperennen der europäischen Turf-Saison. Die in Saint-Cloud ausgetragene Gruppe III-Prüfung über 2000 Meter, dotiert mit 80.000 Euro, erlebte dabei am Samstag eine Überraschung. Denn der Sieg ging nicht an den Favoriten Loup Breton, sondern an Mikel Delzangles‘ Schützling Court Canibal.
Der Vierjährige aus dem Besitz der Marquise de Moratalla, der im Vorjahr Dritter im von Valdino gewonnen Deutschen St.Leger war, setzte sich unter Olivier Peslier (Foto) als 195:10-Außenseiter nach einem Rennen auf Warten sicher durch, gewann mit einer dreiviertel Länge Vorsprung gegen die Stute Diyakalanie und den von Christophe Soumillon gerittenen Chinchon, hinter dem der Wildenstein-Vertreter Loup Breton nur Vierter wurde.
Ohne Chance war auch die aus England angereiste Lady Deauville, die im letzten Jahr die Lando-Trophy in Hannover gewonnen hatte. Zwar lag sie lange an zweiter Stelle, doch in der Zielgeraden war sie schnell geschlagen.
Den Prix Rose de Mai, ein Listenrennen für dreijährige Stuten über 2100 Meter (55.000 Euro) gewann die von Jean-Claude Rouget trainierte Monsun-Tochter Stacelita, die sich unter Christophe-Patrice Lemaire Start-Ziel überlegen durchsetzte.
Im zweiten Listenrennen des Tages, dem Prix Maurice Caillault, eine 2100 Meter-Prüfung für Hengste und Wallache, musste Jean-Claude Rouget allerdings eine Enttäuschung hinnehmen, denn der von ihm für den Aga Khan trainierte Nizamabad wurde nur Vierter und damit Vorletzter.
Der Sieg ging hier an den Stall Wildenstein, als Wajir aus dem Quartier von Elie Lellouche unter Anthony Crastus gegen den Außenseiter Sokar und den von Andre Fabre trainierten Martial Law sicher hinkam.











