Was für eine Woche für Ruby Walsh! Der irische Klassejockey beherrschte das Cheltenham Festival 2009 wie selten ein Jockey zuvor. Nach dem Sieg in der Queen Mother Champion Chase mit Master Minded am Mittwoch und dem Erfolg mit Big Buck’s im World Hurdle am Donnerstag gewann er auch den Gold Cup, das Highlight am letzten Festival-Tag.
Mit dem 27:10-Favoriten Kauto Star, mit dem er das Rennen bereits 2007 gewonnen hatte, war er in dem 5300 Meter-Rennen das überlegene Team. Es war einfach nur imponierend, wie der Nicholls-Crack seinen Trainingsgefährten Denman, der ihn im Vorjahr noch in dieser Prüfung bezwungen hatte, stehen ließ (Video ansehen).
13 Längen lagen im Ziel zwischen den beiden Erstplatzierten. Auf Platz drei kam Exotic Dancer, der somit eine Nicholls-Dreierwette, die es im Vorjahr gegeben hatte, verhinderte, da er den lange führenden Neptune Collonges auf Platz vier verwies.
Es war eine einfach imponierende Vorstellung von Kauto Star (Foto) in diesem mit 475.000 Pfund dotierten Grade I-Rennen, doch sollte man auch den Zweiten Denman nicht vergessen, der nach seiner Krankheit deutlich gesteigert gegenüber seinem Comeback lief und zeigte, dass auch er ein Pferd von großem Können ist. Der Lando-Sohn Air force one hatte schon früh keine Chance mehr und wurde nur Zwölfter.
Für Walsh war der Erfolg der absolute Höhepunkt des Festivals, das ganz in seinem Zeichen stand. Denn der Sieg im Gold Cup war bereits der siebte Sieg des Iren bei diesem Meeting.
Mit dem 210:10-Außenseiter American Trilogy hatten er und sein Chef Paul Nicholls eine Stunde vor dem Gold Cup bereits das Vincent O’Brien County Hurdle gewonnen, in zwei weiteren Grade I-Rennen war er Zweiter und Dritter.
In der Christie’s Foxhunter Chase, die er im Vorjahr gewonnen hatte, wurde der früher von Ingo Schalter trainierte Brümmerhofer Goofalik-Sohn Amicelli Vierter. Im gleichen Rennen kam Limerick Boy, für Andreas Schütz einst Gruppesieger, auf den neunten Platz (Video ansehen).
Im letzten Rennen des Festivals hätte es um ein Haar dann doch noch mit dem Sieg eines in Deutschland gezogenen Pferdes geklappt. Aber eben nur fast. Im Ziel musste sich der Dashing Blade-Sohn Moon over Miami knapp geschlagen geben, belegte als 210:10-Außenseiter (50:10 auf Platz) den Ehrenrang im mit 90.000 Pfund dotierten letzten Rennen des Cheltenham Festivals 2009 (Video ansehen).










