Bald wieder Gras: Der Rennsport hat auf Gr?n geschaltet

Nach mehreren Monaten mit ausschließlich Rennen auf der Sandbahn in Dortmund herrscht ab dem zweiten Sonntag im März (15.03.) die Farbe grün. Dann soll auf der Niederräder Bahn in Frankfurt die Grasbahn-Saison mit einer recht ansehnlichen Karte eröffnet werden.

Aufatmen überall, nicht zuletzt bei den Verantwortlichen vor Ort, die den Sport in der Main-Metropole unbedingt am Leben erhalten wollten und mit einem neuen Verein dem Publikum weiterhin Rennen anbieten wollen.

Dass an einem derartigen Tag der so genannte Nützlichkeitssport geboten wird, liegt in der Natur der Dinge und wurde in früheren Jahren bei der Gelegenheit auch immer serviert. Ein derartiger Tag bietet den Pferden mit Kondition von der Sandbahn noch einmal die Gelegenheit, etwas für das Gewinnkonto zu tun, ehe dann die ganz großen Ställe mit ihren Pferden in die Ereignisse eingreifen und die Verhältnisse in ein anderes Licht rücken.

Die Bahn in Niederrad dürfte ausgezeichneten Besuch erleben, denn mit jenem 15. März beginnt für zahlreiche Quartiere im Grunde erst die Saison 2009. Man will dann zum einen sehen, wie die Ställe über den Winter gekommen sind und zum anderen, was der Renn-Verein Frankfurt am Main, so der offiziell Titel, für seine Premiere auf die Beine gestellt hat.

Fortgesetzt wird die „grüne“ Saison ebenfalls in südlichen Gefilden, denn Mannheim lädt am 22. März zu seiner Saisoneröffnung ein. Traditionell ist dieser Termin ein Treffen der zahlreichen Südwest-Quartiere, doch inzwischen hat der Tag aber auch anderswo erhöhe Aufmerksamkeit gefunden und ist die Waldrennbahn in Seckenheim auch Ziel von Pferden, die außerhalb der Region trainiert werden.

War es über viele Jahre die Kölner Rennbahn in Weidenpesch, die die erste Grasbahn-Veranstaltung in Westdeutschland durchführte, so ist die Rolle in dieser Saison Düsseldorf mit seiner Anlage auf dem Grafenberg zugefallen, die den Abschluss des März-Meetings erlebt. Auch dieser Tag dürfte der Einstimmung auf große und ganz große Ereignisse dienen, die im April mit dem Grand Prix Aufgalopp, dem ersten von achtundvierzig Gruppe-Rennen hierzulande, ihren Auftakt erleben.

Vierundzwanzig Stunden zuvor hat die Dresdner Bahn Seidnitz den ersten Termin an einem Samstag der Saison durchgeführt, an einem Tag, der bei den Veranstaltern im westdeutschen Raum wenig Sympathie genießt und 2009 überwiegend von Bahnen in den Neuen Bundesländern belegt wird. Das erste größere Wochenende ist mit den Feiertagen zu Ostern verbunden.

Beginnend mit dem traditionellen Termin in Bremen am Karfreitag über Leipzig am Samstag folgen danach Veranstaltungen in Düsseldorf, Hoppegarten und Sonsbeck am Ostersonntag, ehe Köln, Hannover, München und Saarbrücken den Abschluss bilden, wobei bis auf Düsseldorf und Köln sämtliche Bahnen zum ersten Mal ihre Tore öffnen werden.

Im zweiten Teil des April-Programms warten mit dem Dr. Busch-Memorial in Krefeld und dem Gerling-Preis, der ersten Prüfung auf Gruppe-II-Ebene, Rennen, die zum einen in Krefeld und zum anderen in Köln entschieden werden.

Wobei man sich im Busch-Memorial schon den einen oder anderen wichtigen Fingerzeig im Hinblick auf das Deutsche Derby erhofft, ist die Prüfung doch den Dreijährigen vorbehalten. Sie endete im Vorjahr mit dem hart umkämpften Sieg von Liang Kay gegen Precious Boy, worauf Liango Kay als Favorit zum „Blauen Band“ antrat und Platz vier erreichte.

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