Favoriten-Power: Shirana kommt sp?t, aber rechtzeitig

In den vergangenen Wochen waren die Prüfungen für dreijährige Pferde auf der Sandbahn in Dortmund regelmäßig ausgefallen, da die Resonanz einfach zu schwach war. Doch am Sonntag kam ein Siebenerfeld zusammen, und auf der 1200 Meter-Distanz gab es einen völlig formgemäßen Einlauf.

Denn wie schon vor knapp zwei Monaten blieb die von Mario Hofer trainierte Shirana (24:10-Favoritin) vor Kerima. Steffi Hofer (Foto) entlockte der Macanal-Tochter nach einem Spurwechsel noch große Reserven und fing damit die schon in Sicherheit geglaubte Kerima sicher ab.

Mit beachtlichem Speed endete die Debütantin und All Spirit-Schwester All Royals npch auf Platz drei, während die lange führende Goodnitesleeptight am Ende noch klar überlaufen wurde.

Schon seinen zweiten Sand-Sieg in diesem Winter schaffte mit Alrescha (54:10) ein Schwinn-Familienpferd, denn Matthias Schwinn trainiert den Wallach und Tochter Susanne saß in einem Steher-Handicap im Sattel des Fünfjährigen, der gegen den spät anziehenden Adrenalin Rush und Proxima völlig war.

Ein Klasse-Deutschland-Debüt legte die Dubai Destination-Tochter Dawraat (38:10) für ihren neuen Besitzer und Trainer Christian von der Recke in der Maidenklasse hin.

Denn im gewöhnlichsten Canter fertigte die Stute unter Filip Minarik Blue Citadel, der ebenfalls aus England kommt, und Benedetto Start-Ziel ab. Die Enttäuschung des Rennens war die Lokalmatadorin Quezon Light, die völlig abgeschlagen Sechste wurde. ‚Sie wird wohl noch einmal laufen und dann in die Zucht gehen‘, erklärte Recke nach seinem 1400. Karrieretreffer.

Kaum besser ausfallen konnte das Handicap-Debüt von Sascha Smrczeks Sweet Arrow (100:10), die unter Henk Grewe mit Sabia und Gold Dragon in einem 1700 Meter-Rennen zwei erprobte Sandbahn-Spezialisten locker hinter sich ließ.

Auf 17:10 heruntergewettet wurde in einem 1950 Meter-Maidenrennen der Ex-Schlenderhaner Ilium (Andrasch Starke). Zwar wehrte sich die Mydlinghoven-Akquisition auch bis zur Linie, doch ging der von Axel Kleinkorres trainierte Rolling Arrogance (Stefan Hellyn, 65:10) einen Tick besser, und dies trotz einer Pause seit Juni!

Mit der halben Bahn holte sich Ertürk Kurdus Neyraan (Emrah Kurdu, 31:10) die Wettchance des Tages (1800 m), der Don Quatro, World in Action und Palatino auf die weiteren Plätze verwies. Die Viererwette zahlte 32.659:10 Euro.

Im abschließenden Sprint-Handicap über 1200 Meter schaffte Steffi Hofer ihren zweiten Tagessieg, als sie mit Uwe Schwinns Schimmel Rendimiento (52:10) mit mächtigem Speedwirbel noch den Favoriten Tomato finish klar festnagelte. Der Wettumsatz konnte sich mit 187.352 Euro nach neun Rennen sehen lassen.

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