St. Moritz: ‚Geschrumpftes‘ Skikj?ring nach Deutschland

Strahlender Sonnenschein, doch eisige Temperaturen (in der Nacht sollen es rund minus 20 Grad gewesen sein) herrschten am Sonntag in St. Moritz. Und dennoch gab es wie schon vor einer Woche einige Einschränkungen beim Meeting auf dem zugefrorenen See im Engadin. Denn es liegt einfach zuviel Schnee. So mussten auch diesmal alle Galopp- und Trabrennen auf 800 Meter verkürzt werden.

Der Schweizer Trainer Miroslav Weiss setzte vor 11.000 Zuschauern seine große Serie fort, gewann nach dem Top-Auftakt vor einer Woche gleich die ersten beiden Galopprennen. In einem 16.000er siegte er mit dem Höchstgewicht Ritorno (Robert Havlin), der Tiger´s Eye und Mystic Ways auf die Plätze verwies. Werner Hefters Albarello wurde Siebter.

Das nächste 16.000 Franken-Rennen ging an den Weiss-Schützling Just That (ebenfalls mit Robert Havlin), der vor Royal Fire und La Bonita einkam. Hier fand Christian von der Reckes Vegano als Siebter nicht in die engere Entscheidung.

Fast alle Schweizer Pferde wurden im Skikjöring (14.000 Franken) gestrichen, womit sich das Feld auf sieben Kandidaten dezimierte, nachdem am vergangenen Sonntag dieses Spektakel gar nicht erst stattgefunden hatte.

Christian von der Recke kam zu seinem ersten Meetingstreffer, als Stall Arons Peredur (Franco Moro) aus dem Vordertreffen mit einer Nase Vorsprung gegen Luberon und den zweiten Recke-Vertreter Baileys Best (Valeria Holinger) hinkam. Am Toto gab es 49:10. Geisha Dream (Andy Willy/Pavel Vovcenko) kam über Rang sieben nicht hinaus.

Ein absoluter Schnee-Crack ist Rushing Dasher, der am Sonntag zu seinem vierten Erfolg auf diesem Untergrund kam. Nach dem Sieg vor einer Woche wiederholte der inzwischen bei Natalie Frieberg stationierte und von dieser auch gerittene Wallach seinen 2008-Treffer in der Grand Prix Christoffel Bau Trophy (20.000 Franken).

Leicht mit eineinviertel Längen schlug der 28:10-Favorit Lamirel und Tobanjaro. Die Deutschen Special Edition (Gregorio Arena/Christian von der Recke) und Sybelio (Vaclav Janacek/Werner Hefter) belegten die Plätze fünf bzw. sieben.

Einen tollen Erfolg für die deutsche Zucht gab es in Rom. In einem mit 82.000 Euro dotierten Gruppe I-Hürdenrennen über 4100 Meter gewann der von Albert Steigenberger gezogene Platini-Sohn Paracchini, der früher dem Stall Hosepe gehörte, mit Jockey Jozef Bartos für Trainer Jozef Vana sehr leicht, während die Ex-Hachtseerin Wutzeline als Favoritin nur Vierte wurde.

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