Platz sechs: Duellant mit sehr starkem Dubai-Erstauftritt

Das sah gut aus: Bis weit in den Einlauf behauptete Duellant beim Dubai-Debut die Spitze, wurde am Ende Sechster. Schon nach wenigen Metern tauchten die Farben von Margot Herbert im über 2000 Meter führenden Handicap an der Spitze auf. Andrasch Starke hatte also mit dem von Peter Schiergen trainierten Dashing Blade-Sohn bei dessen Erstauftritt auf der Rennbahn in Nad al Sheba zeitig die Segel gesetzt (Video ansehen).

Auch als es in den langen Einlauf ging, setzte Duellant nicht nur den Takt, der Vierjährige verschaffte sich sogar etwas Luft von der Konkurrenz. Es sah ausgesprochen gut aus, wie sich Duellant in Szene setzte. Erst dreihundert Meter vor der Linie wurde er von dem englischen Gast Without A Prayer passiert.

Doch kampflos räumte Duellant, der als 170:10-Außenseiter ins Rennen gegangen war, nicht das Feld. Andrasch Starke entlockte ihm neue Reserven. Und auch als weitere Speedpferde auf den Plan traten, blieb der Gast aus Deutschland bis zuletzt richtig gut dabei. Den Pfosten passierte er als Sechster, alles bei ganz knappen Abständen.

Peter Schiergen meinte unmittelbar nach dem Rennen in Dubai: ‚Duellant hat sich nach einem Rennen von der Spitze aus sehr gut verkauft. Er hat toll gekämpft und war nur knapp geschlagen. Auf dieser Leistung können wir aufbauen.‘ Für Rang sechs gab es 3.600 Dollar.

Den größten Schwung fand im Finale an der Außenseite der von Mick Channon trainierte und in seinem Besitz stehende Halicarnassus (Foto). Der fünfjährige Cape Cross-Sohn kam erst auf dem allerletzten Drücker, doch muss man Tadgh O‘ Shea wieder einmal einen Glanzritt bescheinigen. Unterwegs wusste er den 150:10-Außenseiter zu verstecken, nahm ihn dann im Einlauf im entscheidenden Moment heraus.

Im Vorjahr war Halicarnassus sieglos geblieben, nach den letzten Leistugen aus England musste man ihn kaum auf der Rechnung haben. Rang zwe ging mit dem letzten Galoppsprung an Hamdan al Maktoums Bruges vor Without a Prayer.

In Godolphin-Blau ging der Sieger in der Al Maktoum Challenge R2 und somit nach der Cape Verdi im zweiten Gruppe-III-Rennen des Abends über die Linie. Unter Frankie Dettori zwang My Indy, den Saeed bin Suroor trainiert, den gut endenden Schimmel Happy Boy in die Knie. My Indy stand deutlich in der 18:10 Favoritenrolle (Video ansehen).

Erst auf Rang drei kam der ebenfalls hoch gehandelte de-Kock-Schützling Asiatic Boy über die Linie. Der vor zwölf Monaten im Dubai World Cup nur an Curlin gescheiterte Asiatic Boy war früh in Front gezogen und räumte erst auf den letzten hundert Metern das Feld. Nach einer lange Pause war dieser Auftritt somit alles andere als eine Enttäuschung.

Nur eine halbe Stunde später kam das Godolphin-Team erneut zum Zuge. Auf dem vierjährigen Hatta Fort verteidigte Frankie Dettori einen kurzer-Kopf-Vorteil gegen Imbongi, womit sich Südafrika-Coach Mike de Kock wieder einmal an diesem Abend mit einer Platzierung zufrieden geben musste (Video ansehen).

Schließlich endete der Dubai-Renntag mit dem Erfolg eines Sprosses der deutschen Kazzia, die in Godolphin-Farben in England zur doppelten klassischen Siegerin aufgestiegen war. Mit unglaublichem Speed vom letzten Platz kommend zu Beginn der Geraden schnappte sich der fünfjährige Singspiel-Sohn Eastern Anthem in den Farben von Sheikh Hamdan Bin Mohammed Al Maktoum das Alhaarth-Handicap gegen Yahrab aus dem irischen Lyons-Quartier (Video ansehen).

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