Der Grand Prix de la Riviera Cote d’Azur, das mit 60.000 Euro dotierte Listenrennen auf der Sandbahn, ist das erste Highlight des Riviera-Meetings 2009. Deutsche Pferde sind in dieser Prüfung regelmäßige Gäste und auch in diesem Jahr ist das nicht anders. Dabei treten mit Stall Sonnenscheins Mharadono und Tina Ordings Monolithos diesmal gleich zwei Pferde aus deutschen Ställen an.
15 Pferde waren am Donnerstag nach der Vorstarterangabe noch im Rennen, darunter auch der ehemalige Recke-Schützling Sky Crusader, der sich in seiner neuen Heimat mit drei Siegen bei sechs Starts schon glänzend eingeführt hat und zuletzt überlegen ein Tierce-Handicap auf Bahn und Distanz für sich entschied.
Am heutigen Freitag macht sich Mharadono, der auf der Dortmunder Sandbahn drei Rennen in Folge gewinnen konnte, auf den 1200 Kilometer langen Weg von Leipzig nach Cagnes. „Die Besitzerin Frau Lindemeyer, der Leipziger Präsident Herr Funke und ich fahren mit. Wir müssen durch Österreich und die Schweiz fahren.
Mharadono ist weiterhin gut auf dem Posten, er ist ja noch vor 14 Tagen gelaufen“, gibt Hirschberger Auskunft über das Befinden des Hengstes, der natürlich von den beiden deutschen Pferden die größeren Chancen besitzt als der von Reinhard Ording trainierte Monolithos, der von Jerome Lermyte geritten wird, und zuletzt in Dortmund schon ohne Möglichkeiten gegen Mharadono war. In dessen Sattel wird erneut Norman Richter sitzen, der schon zuletzt immer der Partner des zweifachen Gruppesiegers war.
In den letzten Jahren hatten die deutschen Pferde in dieser Prüfung nicht unbedingt viel zu bestellen, aber die ersten beiden Austragungen dieses Rennens gingen durch Aljaarif (2001) und Pappus (2002) nach Deutschland, genauer gesagt in den Krefelder Stall von Mario Hofer. Wer sind die Gegner von Mharadono? Das höchste Rating im Feld hat der von Thierry Lemer trainierte Chopastair (Jean-Bernard Eyquem), der sich wie Mharadono Gruppesieger nennen darf, denn er gewann im letzten Jahr den Prix Andre Baboin (Gr.III) in Bordeaux.
Zweimal versuchte sich der Achtjährige bereits im Sandbahn-Grand Prix von Cagnes, belegte dabei 2006 den zweiten Platz und war ein Jahr später Zehnter. Als aktuelle Referenz steht bei dem Wallach, der mit 56,5 Kilo drei Pfund mehr tragen muss als seine Gegner, ein vierter Platz in einer Listenprüfung in Deauville zu Buche. Als Vorjahresdritter verdient natürlich auch Silver Point (Thierry Thulliez) aus dem Quartier von Carlos Laffon-Parias Beachtung, der zuletzt ein Trial vor Ort gewann, damals aber auch vom günstigen Gewicht profitieren konnte.
Ein absolutes Formpferd ist der sechsjährige Wallach Tardrou (Trainer Jean-Laurent Dubord), der mit zwei Siegen aus gut besetzten Altersgewichtsrennen anreist. Allerdings ist er auf Sand ein unbeschriebenes Blatt. Das ist bei Kilometre Neuf (Trainer Francois Doumen/Jockey Dominique Boeuf) anders, denn dieser ist auf Sand bereits Listensieger und aktuell auch gut in Schwung, denn im Dezember setzte er sich in einem Altersgewichtsrennen in Deauville locker durch (Dritter war damals Stefan Wegners Owentuo).
Maroni (Francois Rohaut/Francois-Xavier Bertras), Menestrol (Trainer Didier Prod’homme) und Daly Daly (Trainer Robert Laplanche), die einzige Stute im Feld, sind weitere Kandidaten, die es zu beachten gilt.
Mit dem Prix de la Californie (1500 m, 55.000 Euro, Grasbahn) für die Dreijährigen steht am Sonntag ein weiteres Listenrennen an, für das am Donnerstag acht Pferde verblieben waren. Deutsche Pferde sind hier nicht am Start, der Favorit könnte mit dem ungeschlagenen Coubiza dabei mal wieder aus dem Stall von Jean-Claude Rouget kommen.











