Nichts Neues betreffend der Spitzenpositionen bei den Jockeys und Trainern, aber Führungswechsel bei den Deckhengsten – das ist die Lage nach der elften Veranstaltung in der Winter-Meisterschaft. Bei den Jockeys hatte Lennart Hammer-Hansen am vergangenen Sonntag lediglich vier Einsätze, eine angesichts seiner Erfolgsbilanz recht niedrige Zahl, um wie vor zwei Wochen leer auszugehen.
Seine sechzehn Treffer bilden noch immer ein dickes Polster, das ihm noch für geraume Zeit Platz eins in der Statistik sichern sollte, zumal Verfolger Norman Richter gleichfalls ohne Erfolg geblieben ist. Dagegen kommen dessen Kollegen Henk Grewe (Foto) und Steffi Hofer mehr und mehr auf und haben sich inzwischen die Plätze drei und vier gesichert, nachdem sie am ersten Februar-Sonntag je zwei Treffer gelandet hatten.
Erfreulich, dass mit Timo Degel wieder ein Vertreter aus dem scheinbar unerschöpflichen Reservoir an Amateurreitern aus dem Südwesten dabei ist, der seine Sache ausgezeichnet macht und mit drei Siegen als Erfolgreichster seiner Zunft geführt wird. Auch Maria Papke, die gerade auf den Sandbahnen in den vergangenen Jahren etliche Erfolge verzeichnete, macht mehr und mehr auf sich aufmerksam und hat mit Ornis ihren 60. Treffer der Karriere erzielt.
Im Lager der Trainers hat Marion Rotering Anschluss an die Spitzengruppe gefunden und teilt sich Platz vier mit ihrem Hannoveraner Kollegen Christian Sprengel und Dirk Baltromei, der seine vier Treffer ausschließlich dem überragenden New Fan zu verdanken hat. Peter Hirschberger ging bei dem Vorhaben, seinen sieben Siegen, die Platz eins bedeuten, weitere Treffer hinzuzufügen, ebenso leer aus wie Christian von der Recke, der bereits den zweiten Renntage verstreichen lassen musste, ohne dass der 900. Erfolg auf der Flachen unter Dach und Fach gebracht worden wäre.
Der nach seinem schweren Autounfall ohnehin von Schmerzen gepeinigte Jan Pubben wird nach dem Verlauf des letzten Sonntags, was seine Schützlinge anbelangt, noch einen weiteren Stich versetzt bekommen haben, zumal mit Witchingham sogar der Verlust eines Pferdes zu beklagen war, das dicht vor einem Sieg stand. In puncto Pech wird er allerdings noch von Hans Walter Hiller übertreffen, der an den beiden letzten Renntagen je ein Pferd verlor, und das angesichts eines alles andere als übervollen Stalls.
In bester Erinnerung wird der 1. Februar allerdings für Neutrainerin Sabrina Schwinn bleiben, konnte die Tochter von Matthias Schwinn bei ihrem zweiten Auftritt als Besitzertrainerin im Absattelring doch ihren ersten Sieger entgegen nehmen. Die 24-jährige, im Hauptberuf Verwaltungsfachangestellte in Saarlouis, betreut zwei Pferde, American Pie und Site Sentry, der für den ersten Erfolg verantwortlich zeichnete. Interessante Note: Mit Grey Image schlug er ein Pferd von Trainer Christian von der Recke („ich bin ein großzügiger Mensch“), der Sabrina Schwinn Site Sentry verschafft hatte.
Führungswechsel bei den Deckhengsten. Neuer Spitzenreiter ist der im Brümmerhof aufgestellte Goofalik, der dank der Siege von Naidoo und Ramblin Gold jetzt bei sieben Treffern steht und damit Dashing Blade die Spitzenposition abgenommen hat. Aus dem vorderen Quartett punktete lediglich noch Key Royal, der immerhin schon vier Treffer aufweist. Als Neulinge fanden Nashwan, Monsagem und Protektor Aufnahme in die Liste.










