Zuletzt im Canadian International in Woodbine war der von Richard Gibson trainierte Doctor Dino deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben, doch am Sonntag sah man in Sha Tin in der Hong Kong Vase den echten ‚Doctor‘. Der Vorjahressieger gewann nach Superritt von Olivier Peslier die Hong Kong Vase, das erste der International Races.
In dem mit 14 Millionen dotierten 2400 Meter-Rennen auf Gruppe I-Ebene hatte der sechsjährige, der als 23:10-Favorit in die Startmaschine eingerückt war, lange am Ende des Feldes gelegen, doch im Schlussbogen machte Peslier mit dem Hengst rasch Boden gut. Dennoch sah es in der Zielgeraden lange nach einem Sieg von Purple Moon aus, dem Wallach von Trainer Luca Cumani.
Doch auf den letzten Metern kam Doctor Dino noch vorbei, Peslier wusste einmal mehr genau, wo das Ziel steht. Mit einem kurzen Kopf war er im Vorteil, auch der Dritte, der Japaner Jaguar Mail, war als Dritter nur eine Nase zurück.
Es gab also gleich im ersten der vier International Races einen europäischen Einlauf, was wieder einmal die Dominanz der Pferde vom alten Kontinent auf der Steherdistanz beweist.
Und der deutsche Vertreter? Wolfgang Figges Poseidon Adventure, der als 400:10-Außenseiter ins Rennen gegangen war, galoppierte zunächst an fünfter, sechster Position an der Innenseite, verlor dann aber seine Lage und kam als Letzter in den Einlauf hinein, wo er sich lediglich noch an drei Gegnern vorbeiarbeiten konnte und als Zehnter ins Ziel kam, neuneinhalb Längen hinter dem Sieger.











