Das gab es noch nie. Erstmals in der Geschichte des Breeders‘ Cup Filly & Mare Turf landete kein in Europa trainiertes Pferd unter den ersten drei. Zum ersten Mal, seitdem das Gruppe I-Rennen über 2000 Meter ausgetragen wird, ging Europa leer aus. Am besten zog sich noch die von Sir Michael Stoute traininerte Oasis Dream-Tochter Visit aus der Affäre, die sich erst spät geschlagen geben musste und am Ende Vierte wurde.
„Sie ist sehr gut gelaufen, bekam ein tolles Rennen von Ryan Moore präsentiert. Es ist natürlich traurig, dass sie so knapp eine Platzierung verfehlt hat“, fasste Teddy Grimthorpe, Racing Manager von Visits Besitzer Khalid Abdullah zusammen. Visit wird nun in die Obhut von Bobby Frankel gehen, der sie in Amerika betreuen wird.
Der Sieg in dem mit 2 Millionen Dollar dotierten Rennen auf Gras ging an die von dem 67jährigen Engländer Etonian Sheppard in den Staaten trainierte Forever Together. Die Belong To Me-Tochter kam als 59:10-Chance vor Sealy Hill and Wait A While zum Zuge, im Sattel saß Julien Leparoux.
Etonian Sheppard selbst traininerte vor 24 Jahren einen gewissen Storm Cat, um mit diesem Zweiter im Breeders‘ Cup Juvenile zu werden.
Die klassische Siegern Halfway To Heaven aus dem Stall von Aidan O’Brien konnte nur den siebten Platz erreichen. „Sie hatte eine lange Saison und 2000 Meter sind schon das äußerste der Gefühle. Sie war am Ende etwas müde“, so Trainer Aidan O’Brien über die Pivotal-Tochter des Magnier-Imperiums.
Auch Godolphin hatte im Filly & Mare Turf wenig zu lachen. Folk Opera, frische Gruppe I-Siegerin in Chicago, wurde unter Frankie Dettori nur Neunte. „Sie muss nichts mehr beweisen, hat für uns in diesem Jahr alles gegeben und geht nun in die Zucht“, erläuterte Jockey Dettori.












