W?sten-Chance: Suerland begleitet de Vries nach Katar

Es ist eine tolle Chance: In der vergangenen Woche war endgültig alles klar geworden mit dem Engagement von Jockey Marvin Suerland (Foto) im Emirat Katar am Stall von Sheikh Al Thani, das der 21-jährige gleichermaßen als große Herausforderung wie Chance betrachtet.

Die Trainerin Virginia Ward hatte selbst zum Hörer gegriffen und in Köln nachgefragt, ob Suerland nicht schon seine neue Tätigkeit am 1.Oktober aufnehmen könne, doch stand er noch bis Ende September beim Neusser Trainer Horst Steinmetz im Wort und hat seinen Vertrag dann auch bis Ende September erfüllt.

„Während des Frühjahrs-Meetings hat mich Adrie de Vries mich gefragt, was ich im Winter machen werde, worauf ich ihm antwortete, dass außer dem dreiwöchigen Aufenthalt in Südafrika, den ich als Gewinner des Fährhof-Nachwuchs-Cups während der letzten Winter-Saison gewonnen hatte, nichts anstünde. Im Scherz habe ich dann noch angefügt, dass er mich ja mitnehmen könne, worauf er nur meinte, mach doch mal eine Bewerbungsmappe fertig, was ich dann auch getan habe“, erklärte Marvin Suerland, der genau weiß, wem er letztendlich diesen bis Aril und damit sieben Monate währenden Aufenthalt in Katar zu verdanken hat.

Am 7. Oktober werden beide zusammen in Düsseldorf den Flug in den Nahen Osten antreten, der für Marvin Suerland Neuland darstellt, während Adrie de Vries dort mittlerweile Stammgast ist und noch in der vergangenen Saison knapp fünfzig Rennen, darunter etliche ganz große Prüfungen, gewann, dann auch wieder den Rest seiner Familie antrifft, der schon seit Wochen in Katar lebt.

Suerland, der 52 kg reiten kann, absolvierte am Freitag, Tag der Deutschen Einheit, in Mülheim seine letzten Ritte in Deutschland und hatte zwei Tage vor dem Abflug noch einen internationalen Auftritt in Prag haben. Er erhielt einen Anruf von Sandor Ribarszki, dem Trainer des ungeschlagenen Overdose, der ihn für vier Ritte (dreimal mit Zweijährigen) in der tschechischen Hauptstadt verpflichtete.

Darunter auch im Hauptereignis, dem Preis des Winterfavoriten, in dem er mit Boheme Wango Dritter wurde. 1.000.000 Kronen, umgerechnet 41.840 Euro, standen über der Prüfung, in der mit Vegacino auch ein in Deutschland trainiertes Pferd an den Start ging. Der Hengst wird von Christian von der Recke für Horst Kagel trainiert und wurde Siebter.

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