Ein großartiges Rennen verspricht die Europa Stuten-Meile am Sonntag in Köln zu werden, die sich an die dreijährigen und älteren Vertreterinnen wendet, ist das der Fall. In dieser 20.000-Euro-Prüfung sehen die französischen Ställe ganz besonders gute Chancen, für ihre Stuten das für die spätere Zuchtlaufbahn so wichtige „Black Type“, das Gütesiegel, das den Zuchtwert so erheblich steigert, zu erwerben.
Mit Thierry Jarnet, Davy Bonilla (Foto), Christophe-Patrice Lemaire, Johan Victoire, Dominique Boeuf und Maxime Foulon sind sechs französische Jockeys im Einsatz, eine Konstellation, die man in Listen-Rennen allzu selten antrifft.
Jarnet sitzt auf Muthabaie, die als Doppelsiegerin von Le Touquet und Chateaubriand antritt, während die berühmten Aga Khan-Farben durch Cocopalm und Lemaire vertreten werden. Die in dieser Saison zweimal erfolgreiche Linamix-Tochter versucht sich zum ersten Mal in einem Listen-Rennen.
Die im Vorjahr noch unter der Regie von Horst Steinmetz siegreiche La Blue Hill gefällt durch ihre deutsche Spitzenabstammung, ist sie doch eine Tiger Hill-Tochter der La Blue. Bonilla, der dank der zahlreichen Gruppe-Siege mit den Pferden von Freddy Head wieder in den Blickpunkt gerückt ist, heißt der Steuermann der Vierjährigen aus dem Stall von Jean de Roualle.
Die Interessen von Sheikh Mohammed Al Maktoum werden durch Emirates Girl vertreten, die mit Victoire antritt, einem hierzulande wohl vertrauten Reiter, der so manches große Rennen bereits gewonnen hat. Foulon dagegen ist in Deutschland noch ein Unbekannter, der mit Rioka ein Pferd reitet, das sich durch Formkonstanz auszeichnet.
Als erster Mann am Stall von Werner Baltromei ist Boeuf sozusagen ein „halber“ Deutscher. Der mehrfache Jockey-Champion Frankreichs sitzt auf Time to Beat und will der Hachtseer Stute endlich die Qualitätsmarke für die Zucht verschaffen.
Trotz der starken Gäste aus Frankreich lautet die Devise für die heimischen Quartiere: Bange machen gilt nicht. Zu Recht, denn auch sie haben starke Pferde zu bieten. So z. B. die dreijährige Ittlingerin Zaya, die nach den Plätzen drei und zwei in Listen-Rennen eigentlich an der Reihe wäre.
Keinen Deut schwächer einzuschätzen sind Antonym und Manita aus dem Aufgebot von Mario Hofer, die vom ersten Mann am Stall, Andreas Helfenbein, bevorzugt wird. Als Vertreterin des Schiergen-Stalles verdient natürlich auch Now forever einen Hinweis, was ferner für die Hannoveraner Hashbrown und Alexa gilt.
Gespannt sein darf man auf das Abschneiden von Manipura, die sich erstmals unter der Regie von Hartmut Steguweit vorstellt, nachdem sie bislang von Andreas Wöhler trainiert wurde. Die Stuten-Meile verspricht in jedem Fall eine spannende Auseinandersetzung zu werden.











