Die ganz große Zugnummer der mit 65.000 Euro dotierten Europa-Meile, dem zweiten Gruppe-Rennen am Sonntag in Köln, ist zweifellos das Comeback des „Classic-Horses“ Precious Boy (Foto), der nach seinem Erfolg im Mehl-Mülhens-Rennens keine Seide mehr getragen hat. Eine Entzündung am Kreuzdarmbeingelenk zwang zu einer mehrmonatigen Pause, nun trägt er erstmals wieder Park Wiedingens Farben an den Start.
Im Mehl-Mülhens-Rennen bezwang Precious Boy König Concorde, der am Samstag unter Andarsch Starke die Revanche sucht. Der Schützling von Christian Sprengel bestätigte die Leistung im IN- und Ausland mehrfach, auf seiner Heimatbahn in Hannover musste er jüngst im Großen Preis der Sparkasse lediglich Forthe Millionkiss und somit einen Kandidaten den Vortritt lassen, der auch in der Europa Meile mit von der Partie ist.
Der Ostmann-Schützling, der dem gesamten Feld Gewicht geben muss, traf es zuletzt im „Moulin“ auf Gruppe I-Ebene zu schwer an. Terence Hellier wird ihn reiten.
Auch Sehrezad bestätigte die Form des Mehl-Mülhens-Rennens auf der ganzen Linie. Der Löwe-Schützling siegte im Hamburger JAXX-Pokal auf Gruppe-Ebene und verkaufte sich auch im Iffezheimer Oettingen-Rennen als Dritter sehr gut.
Wie bei seinem Hamburger Erfolg sitzt wieder Jiri Palik im Sattel. Ein interessanter Kandidat ist sicherlich auch der Schlenderhaner Idolino, der in Iffezheim in feiner Manier den Preis des Casino Baden-Baden gewann. Er geht unter Champion Eduardo Pedroza in die Gruppe-Prüfung.Peter Hirschbergers Bahnspezialist Mharadono komplettiert das deutsche Starterfeld.
Drei Gäste aus Frankreich geben der Europa Meile den internationalen Anstrich. Der Pantall-Schützling Turning for Home ist hierzulande keine Unbekannte, holte sich in Riem im Sommer eine Listenprüfung und lief in seiner Heimat im Prix de la Nonette auf Gruppe-III-Ebene als Vierte bestimmt nicht verkehrt. Die Spinning-World-Tochter geht mit Johan Victoire ins Rennen.
Mikel Delzangles schickt In Chambers nach Köln. Der Dreijährige, zuletzt in der Topkapi Trophy in Istanbul ohne Möglichkeiten, platzierte sich Frankreich mehrfach auf Gruppe-Ebene. Allerdings über einen etwas weiteren Weg.
Christophe Lemaire wird sich den Dress der Marquise de Moratalla überstreifen. Rupert Pritchard-Gordon schickt den Haudegen Runaway in die Europa Meile. Der einstige Fabre-Schützling war zwar zuletzt Fünfter im „Marois“, allerdings weit geschlagen. Mit Tierry Jarnet im Sattel ist der Fünfjährige wohl eher für die Überraschung gut.










