Die International Races auf der Rennbahn Veliefendi in Istanbul sind seit Jahren auch fester Bestandteil im Terminkalender der deutschen Trainer. In der Vergangenheit schnitten deutsche Pferde sehr gut bei den hochdotierten Rennen ab. So noch vor zwölf Monaten, als der mittlerweile abgetretene Bussoni für den Stall Kaiserberg, Trainer Hans Blume und Jockey Andreas Suborics den Bosphorus Cup über 2400 Meter gewann.
Auch in diesem Jahr ist die Kombination Blume/Suborics mit einem chancenreichen Starter vertreten. Es handelt sich um den Kallisto-Sohn Dickens, der seinen ersten Start für seinen neuen Besitzer, Dirk Grauert, bestreitet.
Und die Chancen für einen erfolgreichen Einstand stehen sicher nicht schlecht, denn der Ex-Röttgener hatte zuletzt in Goodwood in den Glorious Stakes (Gr. III) ein äußerst unglückliches Rennen, lief als Sechster aber sehr stark und war nur minimal für eine bessere Platzierung geschlagen.
Vorausgesetzt es gibt ausreichend Tempo, was in dem kleinen Feld (sieben Pferde werden laufen) aber nicht garantiert ist, sollte er wieder eine scharfe Klinge schlagen. Stärkster Gegner könnte Godolphins Gravitas sein, ein Weltenbummler, der sich in Dubai auch oft mit Quijano gemessen hat.
Aktuell war er Zweiter in einem Altersgewichtsrennen auf der Sandbahn in Kempton. Vor dem von Ian Balding trainierten Buccellati muss sich Dickens sicher nicht verstecken, denn er konnte sich in England auf Gruppe-Parkett noch nicht hervortun. Der Bosphorus Cup, der am Sonntag gelaufen wird, ist in diesem Jahr mit 400.000 US-Dollar dotiert.
Sogar 200.000 Dollar mehr gibt es in der Topkapi Trophy zu verdienen, die in diesem Jahr ohne deutsche Beteiligung über die Bühne gehen wird. In der Favoritenrolle dürfte hier Linngari stehen, der Sieger des Großen Dallmayr-Preises. Stärkster Gegner ist sein Riemer runner up Pressing, der im Vorjahr noch im Bosphorus Cup startete, damals Zweiter zu Bussoni war.
Bereits am Samstag starten deutsche Pferde in zwei neugeschaffenen Prüfungen. In der International France Galop Istanbul Trophy, einem Stutenrennen über 1400 Meter, versuchen sich Andreas Löwes Lips Arrow (Jean-Pierre Carvalho) und Marny (Andreas Suborics) aus dem Stall von Hans Blume.
In einem vermutlich sehr großen Starterfeld hat die Löwe-Lady dabei nach aktueller Form wohl die etwas besseren Chancen. 250.000 Dollar werden in diesem Rennen ausgeschüttet. Das selbe Geld gibt es in den Anatolian Stakes zu verdienen, einem 2000-Meter-Rennen auf der Sandbahn, in dem mit Santiago (Hans Blume/Andreas Suborics) und Thunder Storm Cat (Mirek Rulec/Jean-Michel Breux) gleich zwei deutsche Pferde an den Start kommen.
Santiago ist in Frankreich bereits auf Sand erfolgreich gewesen, was auch für den Rulec-Schützling gilt, der zuletzt in Deauville aber enttäuschte. „Er kann viel laufen, aber er ist auch ein Denker“, erklärt Thunder Storm Cats Trainer, der aber mit Optimismus nach Istanbul fährt. Zu den Gegnern gehört der Godolphin-Schimmel Happy Boy.










