Im Blauen Band galt Liang Kay (Foto) als heißer Favorit. Doch der Weg von 2400 Metern wurde ihm zu weit. Zurück auf 2000 Metern bewies der Ostmann-Hengst am Mittwoch im Fürsternberg-Rennen (Gruppe III, 50.000 Euro, 2000 m) in Iffeuheim seine große Klasse, er ist sicher eine der absoluten Größen im Derby-Jahrgang.
Terry Hellier ritt die 18:10-Chance mit großem Vertrauen. An fünfter und damit letzter Stelle des kleinen Feldes ließ er den Dai Jin-Sohn im Besitz von Ina Zimmermann sogar mit zwei bis drei Längen Abstand zum Feld galoppieren. Vorne ging der Engländer Redolent, dicht gefolgt von Duellant, dahinter bildeten auch Satier und Walzertraum ein Pärchen vor Liang Kay.
Gravierende Positionsverschiebungen gab es zunächst nicht. Hellier ließ sich überhaupt nicht aus der Ruhe bringen. Doch im Einlauf, als Redolent mit Duellant kämpfte, Satier innen und Walzertraum außen nicht weiterkamen, canterte plötzlich in der Außenspur Liang Kay auf.
Wie ein Pferd ganz anderer Klasse und ohne auch nur einmal angefasst worden zu sein, verabschiedete sich der Favorit von der Gegnerschaft. Redolent (‚der Sieger muss eins ehr gutes Pferd sein‘, hieß es aus seinem Umfeld) rackerte für den Ehrenplatz verbissen gegen Duellent (Peter Schiergen: ‚Er hat toll gekämpft und macht in dieser Klasse weiter‘), die sich beide mehr als ordentlich aus der Affäre zogen. Walzertraum verließen zuletzt die Kräfte, was verstärkt für Satier (Mario Hofer: ‚Wir werden diese Form in Ruhe analysieren‘) als Schlusslicht gilt, der völlig unter Form blieb.
‚Er muss in Europa auf dieser Distanz erst einmal geschlagen werden. Wir gehen jetzt entweder in den Preis der Deutschen Einheit nach Hoppegarten oder in den Prix Dollar nach Longchamp‘, erklärte Liang Kays Trainer Uwe Ostmann.










