Der Engl?nder ist zu stark: Lovelace l?sst alle stehen

Das 75. Darley-Oettingen-Rennen am Dienstag in Iffezheim war eine Prüfung auf Herz und Nieren, was man im Vorfeld so gar nicht erwartet hatte. Doch Filip Minarik, der Jockey des Lokalmatadors Setareh legte los wie die Feuerwehr. Bis zu zehn Längen betrug der Vorsprung des Dreijährigen unterwegs auf die Konkurrenz (Video ansehen).

Diese knubbelte sich in Form von Briseida vor Waky Love, dahinter King Jock vor Sehrezad an der Innenseite, während die Reiter der beiden Favoriten Peace Royale und Lovelace ganz am Ende des Feldes den Gang der Dinge abwarteten. Auch Vinea Federspiel folgte in hinteren Regionen.

Ein Raunen ging durch die Menge, als Setareh im langen Einlauf die Fahrt weiter verschärfte und die Konkurrenz noch mit gehörigem Abstand folgte. Andreas Suborics pirschte sich außen mit Peace Royale näher heran, während weiter innen Briseida, King Jock und Waky Love.

Erst in der Distanz schanden die Kräfte des Piloten. Vor allem der ganz weit außen heranfliegende Lovelace bekam ihn locker in den Griff. Mit gewaltigem Schwung rauschte der Royal Applause-Sohn an allen vorbei und kam noch ganz bequem hin.

Da musste auch Peace Royale passen, die sehr schnell wurde, bei ihrem Angriff aber deutlich nach innen wegbrach und dabei eine Kettenreaktion auslöse. Sehrezad, King Jock, Briseida, die da allerdings schon geschlagen war – sie alle wurden in Mitleidenschaft gezogen.

Bemerkenswert schnell wurde ganz innen Sehrezad, der buchstäblich auf der Linie noch an dem tapferen Setareh vorbeikam. Die Rennleitung überprüfte, sah aber von Konsequenzen ab. Waky Love konnte zuletzt nicht mehr mithalten.

‚1600 Meter sind seine beste Distanz, wir hatten viel Mumm‘, erklärte Deirdre Johnston, die Gattin von Siegtrainer Mark Johnston. Der Besitzer wollte gerne hier und nicht in Kanada laufen, das hat sich ausgezahlt. Vielleicht steuern wir die Hong Kong Mile an.‘

Jockey Jamie Spencer (Foto) sagte: ‚Er war zu Hause sehr startschwierig, deshalb haben wir lange geübt. Heute ging alles glatt. Ich habe mir nie Sorgen gemacht, er vertritt andere Klasse.‘

‚Lovelace war der Gegner und hat gewonnen, aber Peace Royale ist auch stark gelaufen‘, meinte Trainer Andreas Wöhler.

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