Spitzendeckhengste auf dem Weg zu den neuen Zielen

Zwölf Monate sind inzwischen vergangen seit dem Ausbruch der Pferdegrippe in Australien, die den dortigen Rennsport und die Zucht fast völlig lahm gelegt hatte, da machen sich fünfunddreißig Deckhengste aus Europa auf den Weg in die südliche Hemisphäre. Es sind die bekannten Shuttle-Hengste, die nach ihrer Decktätigkeit in den europäischen Ländern in Australien und Neuseeland den dortigen Stuten zugeführt werden, somit eine zweite Saison absolvieren.

Unter denjenigen, die nach Australien reisten, ist auch Tiger Hill (Foto), für dessen Sprung auf dem irischen Kildangan Stud 20.000 Euro zu zahlen waren und der demnächst auf dem Darley Australia Stud für 22.000 australische Dollar decken wird.

Das volle Ausmaß der Pferdegrippe wird erst offenkundig werden, wenn die Fohlen in diesem Jahr auf den Jährlings-Auktionen erscheinen. Auf jeden Fall wurden im Zuge der Untersuchungen hinsichtlich des Ausbruchs der Seuche die ohnehin schon strengen Quarantäne-Vorschriften noch einmal verschärft. So mussten im letzten Jahr die europäischen Shuttle-Hengste drei Wochen im abgeschlossenen Eastern Creek Centre in Sydney in Quarantäne verbringen, ehe sie Stuten in abgetrennten Zonen decken konnten.

Dennoch waren nur 24 der eigentlich 67 für Australien und Neuseeland vorgesehenen vor Ort geblieben, während die überwiegende Mehrheit aus Angst vor der Ansteckungsgefahr auf die Heimreise nach Europa geschickt worden war.

Dass die diesjährige Anzahl der Deckhengste unter der von 2007 liegt, hat weniger mit der scharfen Regelungen zu tun, sondern vielmehr mit der Stärke der australischen und neuseeländischen Zucht.

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