Es zeugte schon von einiger Wertschätzung, dass die im Gestüt Etzean gezogene Sholokhov-Tochter Night Magic für ihr Debut gleich die weite Reise von München nach Hamburg angetreten hatte. Doch in der Hansestadt leistete sich die von Wolfgang Figge (Foto) für den Stall Salzburg trainierte Lady unterwegs einen Fehler und landete nur auf dem sechsten und damit letzten Platz.
Am Samstag revidierte Night Magic diese Vorstellung bei ihrem Auftritt in Dresden völlig. Denn unter Filip Minarik, der von einem Punkt zum anderen in diesen Wochen eilt, verabschiedete sich die 54:10-Mitfavoritin in ganz großem Stil von der Konkurrenz.
Start-Ziel setzte sich die Stute wie ein Pferd anderer Klasse mit acht Längen Vorsprung von dem Kalatos-Sohn Palermo sowie der Favoritin Butterfly Lady ab, die nie so recht nach vorne kam und den Start noch benötigt haben sollte. Das gilt auch für den Ittlinger Ailetto aus dem Schiergen-Stall, der sich früh sehr schwer tat.
Für die Siegerin könnte es nun in den Preis der Schmuckwelten Pforzheim in Iffezheim gehen, für den sie wie für zahlreiche andere Top-Events für den jüngsten Jahrgang ein Engagement besitzt.
Dass auch Fünf-Pferde-Rennen spannend sein können, bewahrheitete sich im Steher-Ausgleich III, in dem in der Distanz noch vier Kandidaten für den Sieg in Frage kamen. Auch hier ging der Sieg durch den von Eduardo Pedroza knapp nach vorne gebrachten Easy Goin (22:10) gegen Evening Moonrise und Art Class nach München (Trainer ist Dieter Ronge).
Profiwetter Olaf Schick hatte Recht: In der Sport-Welt pries er den Hoppegartener Gast Miss Anita als ‚gutes Ding‘ an, und in der Tat stand die 24:10-Favoritin im Sprint-Ausgleich IV unter Henk Grewe zeitig als Gewinnerin fest.
Filip Minarik führte auch die stark gewettete Stute Flandreau (37:10) aus dem Stall von Lokalmatador Lutz Pyritz (schaffte wie Henk Grewe später dank Value at Risk ein Doppel) zu einem leichten Handicap-Treffer. Der dritte Tagessieg des Spitzenreiters der aktuellen Statistik war mit der von Peter Schiergen nach Dresden geschickten Napata (15:10) in der Maidenklasse fällig.
Wenige Minuten vor dem Start der Wettchance des Tages nannte Rennkommentator Hartmut Faust die dreijährige Stute Russian Princess als längste Außenseiterin. Und in dem 1500 Meter-Ausgleich III präsentierte sich die Lady von Trainer Peter Hirschberger mit Darren Moffatt im Sattel wie verwandelt.
Als 345:10-Chance überrannte die Stute Winnestern, Sky Masterson und Aladar und sorgte dafür, dass die Viererwette 58.145:10 Euro bezahlte.











