Die Meilen-Trophy am Sonntag in Hannover wird ein echtes Kräftemessen. ‚Eine gegen alle‘, könnte die Losung in diesem Gruppe II-Rennen lauten. Denn Mi Emma ist sicherlich das Maß aller Dinge. Am ehesten könnte der Wöhler-Stute einer der beiden Dreijährigen gefährlich werden.
Dabei hat Peter Raus (Foto) Abbashiva, frischgebackener Gruppesieger in Frankfurt, wohl die besseren Karten gegenüber Christian Sprengels Big Shuffle-Sohn König Concorde, auch wenn dieser nicht viel weniger Klasse besitzt.
Abbashiva, der wieder seinem Siegreiter Norman Richter anvertraut ist, steht gegen Forthe Millionkiss und Willingly lediglich ein halbes Kilo ungünstiger als in Niederrad, weshalb er diese erneut halten sollte. In Hannover wird der Tiger Hill-Sohn auch passend abgetrockneten Boden vorfinden, zudem spricht für den Hengst, dass er bei zwei Starts auf der Neuen Bult noch ungeschlagen ist.
Mit diesem Rekord könnte der Rau-Schützling zum Stolperstein für Mi Emma werden. „Er ist weiter gut auf dem Posten, wir rechnen uns schon Chancen aus, denn bei Mi Emma weiß man ja auch nicht genau, wie es derzeit bei ihr aussieh“, heißt es aus dem Lager von Abbashiva.
König Concorde hatte bei den letzten beiden Starts sicher nicht viel Glück mit dem Rennverlauf. Im Jaxx-Pokal in Hamburg wurde er im Finish vom Sieger Sehrezad zumindest irritiert, in der Dallmayr Prodomo Trophy in München dürfte man auch nicht sein wahres Können gesehen haben.
„Er war vor dem Rennen sehr aufgeregt und hat sich unterwegs verpullt“, so Trainer Christian Sprengel nach dem Rennen. Was der Bruder des erstklassigen Meilers König Turf wirklich leisten kann, bewies er in den 2000 Guineas in Köln, in denen er nur an Precious Boy scheiterte, seinerseits aber vor einem absoluten Klassepferd wie Liang Kay blieb. Viel niedriger als Abbashiva darf man den Lokalmatadoren also nicht einschätzen, wenn er einen guten Tag erwischt.











