O?Brien jagt Frankel ? jetzt noch acht Punkte R?ckstand!

8 Gruppe I-Siege fehlen Aidan O’Brien (Foto) noch. Dann steht es unentschieden. Dann hat der irische Trainer, dem im Jahr 2008 alles zu gelingen scheint, mit Bobby Frankel gleich gezogen. Noch hält der Amerikaner den Weltrekord, 25 Gruppe I-Sieger innerhalb einer Saison trainiert zu haben. Doch es ist gut möglich, dass O’Brien diesen in diesem Jahr knacken wird. Zumindest, wenn die gigantische Form des Iren und seines Ballydoyle-Quartiers anhält.

Mit Halfway To Heaven landete O’Brien am letzten Samstag seinen 17. Gruppe I-Sieg in 2008. Die englischen Buchmacher kürzten die Kurse auf einen neuen Weltrekord danach noch einmal deutlich. Und schaut man sich Frankels Rekordjahr von 2003 genauer an (siehe dazu auch separate Tabelle), liegt O’Brien voll im Zeitplan.

Frankel brauchte vor fünf Jahren einen Tag länger, bis sein 17. Treffer in der Galopper Champions League fällig war, gewann mit Peace Rules das Haskell Invitational.

Die Frage, ob O’Brien Frankels Rekord wirklich einstellen und sogar übertreffen kann, werden dabei nicht aktuelle Superstars wie Duke of Marmalade oder Soldier of Fortune beantworten. Es sind die Stars von morgen, die O’Brien die nötigen Gruppe I-Sieger einbringen müssen.

Das Zünglein an der Waage werden die Zweijährigen sein. 2001 gelangen O’Brien bereits 23 Gruppe I-Siege. 22 der damals 78 in Europa gelaufenen Gruppe I-Rennen gingen an sein Ballydoyle-Quartier. Dazu kam der Gruppe I-Sieg von Johannesburg im Breeders‘ Cup Juvenile in Amerika. Johannesburg markierte vier der 11 Gruppe I-Siege, die die Zweijährigen von O’Brien in jener Saison eingaloppierten.

Im Jahr 2001 hatte O’Brien bis zum heutigen Tag im Übrigen „erst“ zehn Gruppe I-Rennen gewonnen. 2008 sind es sieben mehr. Mit Mastercrafstman steht zudem der aktuell beste Zweijährige Europas in seinem Stall. An ihm und seinen Altersgefährten wird es liegen, ob O’Brien den Rekord tatsächlich knacken kann. Und nun noch einmal zum Rekordjahr von Bobby Frankel.

Denn Ehre dem, dem Ehre gebührt. Für den in Brooklyn geborenen und in Kalifornien tätigen Trainer gewannen in seinem sensationellen Jahr 2003 15 unterschiedliche Pferde diese 25 Gruppe I-Rennen. Zehn von ihnen wurden zuvor von solchen Größen wie Andre Fabre oder Henry Cecil trainiert. Einige seiner Gruppe I-Sieger begannen ihre Karriere in Europa. Und ausgerechnet von dort droht nun die größte Gefahr, dass sein Rekord gebrochen wird.

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