Das Pferd mit dem höchsten Diana-Rating, die Starterin also, die bislang die besten Formen gezeigt hat, muss erst noch beweisen, dass sie über ausreichendes Stehvermögen verfügt. Liang Kay, dem Derby-Favoriten, gelang das bekanntlich nicht, ihm fehlte auf den letzten Metern die notwendige Stamina und er landete nur auf dem vierten Platz, nachdem er in der Zielgeraden noch in bester Haltung im Vordertreffen erschienen war.
Nun ist es die von Andreas Wöhler trainierte Peace Royale (Foto), die zeigen muss, dass sie mit der 2200 Meter-Distanz auf dem Grafenberg zurechtkommt. Ihre Klasse muss die zweifache Gruppesiegerin, die in diesem Jahr noch ungeschlagen ist, nicht mehr beweisen, das hat sie sowohl in Köln, als auch in Hamburg, wo sie zudem noch Kämpferqualitäten an den Tag legte, zu Genüge getan.
Und das, obwohl in beiden Fällen die Vorbereitung alles andere als optimal verlaufen war. Das ist diesmal anders, nach Hamburg hatte die Sholokhov-Tochter nicht, wie es bei den ersten beiden Saisonstarts der Fall war, aussetzen müssen. „Sie war heute noch lange nicht bei 100 Prozent“, sagte Mitbesitzer Manfred Hofer damals.
Und Trainer Andreas Wöhler ist bezüglich der weiteren Distanz auch nicht bange. „Ich denke schon, dass sie stehen kann, ihre Schwester Peaceful Love kam ja auch bis 2000 Meter“, tat der Ravensberger Coach nach dem Rennen kund. Doch wie heisst es so schon? „Wichtig is, auf’m Platz“. Erst auf dem grünen Rasen wird sich zeigen, ob Peace Royale auch über 2200 Meter die beste Stute des Landes ist.










