‚Das war für uns ein Super-Rennverlauf‘, sagte Asterblüte-Trainer Peter Schiergen wenige Minuten, nachdem sein Hengst Kamsin und dessen Stallgefährte Ostland im 139. BMW Deutschen Derby (Video ansehen) die Plätze eins und zwei belegt hatten.
‚Eigentlich sollte er nicht vorne gehen,aber die sind ja getrabt und da hat Andrasch das beste daraus gemacht. Gut war auch, dass hinter ihm Ostland lag und er so keinen Druck bekam‘, so Schiergen nach dem dritten Erfolg im ‚Blauen Band‘ nach Boreal und Schiaparelli.
‚Das Münchener Laufen konnte so nicht stimmen. Die Gründe waren ja bekannt. Und der Regen, der kurz vor dem Rennen auf der Bahn niederging, war sicher auch kein Nachteil. Kompliment auch an die Jockeys, die herausragend geritten haben‘, so Schiergen.
Auch Andrasch Starke war natürlich nach seinem fünften Derbysieg überglücklich. ‚Ich habe vorher etwas tiefer gestapelt, denn er musste das Münchener Laufen steigern, und das hat er auch getan. Ich gehe lieber nicht als Favorit in das Derby. In München hatte er schon im Schlussbogen Probleme, diesmal hatte ich unterwegs ein sehr gutes Gefühl.
Eigentlich wollte ich nicht vorne gehen,aber da keiner gehen wollte, habe ich das beste daraus gemacht. Das Tempo war nicht besonders schnell, das sieht man auch daran, dass im Ziel die beiden Pferde vorne waren,die schon unterwegs Erster und Zweiter waren.
Dank auch an das tolle Hamburger Publikum. So voll habe ich die Bahn schon seit Jahren nicht mehr gesehen, es ist wirklich toll, wie die Hamburger den Rennsport lieben und unterstützen.
Große Freude aber auch im Lager des Zweitplatzierten Ostland. ‚Er ist toll gelaufen, zumal der Boden auch gar nicht mehr optimal war‘, so Bernhard von Schubert, der den Besitzer vertreten hatte.
Im Lager des Drittplatzierten Top Lock haderte man mit dem Wetter. ‚Als wir die Wolken sahen, waren wir schon etwas skeptisch,denn er ist ein Pferd für guten Boden. Angesichts der Umstände sind wir sehr zufrieden‘, so Jockey Martin Dwyer.
‚Es hat sich gezeigt, dass 2400 Meter doch zu weit sind, der Rennverlauf war in Ordnung‘, so Uwe Ostmann nach dem Rennen über den Favoriten Liang Kay.
‚Er ist ein Riesenpferd, wenn man bedenkt, dass er quasi alles im Schnelldurchlauf gemacht hat. Er packte zum Schluss noch riesig an, jetzt kriegt er erst einmal eine Pause‘,so ein zufriedener Mario Hofer über seinen Satier, der Platz fünf belegte.
Weitere Stimmen zum Derby:
Johnny Murtagh: ‚Das war alles ziemlich verkorkst, der Boden war schon zu weich und dann ist er auch noch schlecht abgesprungen. Von hinten kann man bei so einem langsamen Rennen dann nichts mehr reissen.‘
Paul Harley: ‚Bei Agapanthus waren Boden und Distanz nicht passend, Frankie Dettori meinte auch, dass es Walzertraum zu weit wurde‘
Andreas Löwe: ‚Das war heute nicht das Pferd vom letzten Mal, das hat sich so ergeben innen zu gehen, aber das war nicht das Pferd, das wir kannten.‘










