Turf-Geschichte hat sich am Sonntag wiederholt. Zum dritten Mal durchlebte der Stall Blankenese um Mitbesitzer Franz-Günther von Gaertner die schönsten Momente, die es für einen Eigner von Galoppern geben kann.
Denn nach Samum 2000 und Schiaparelli geschah das, was viele für Unfasbar gehalten hatten: Der Samum-Sohn Kamsin (Foto) schaffte ebenfalls den Triumph in Horn.
Im BMW 139. Deutschen Derby (Video ansehen) eroberte auch der von Peter Schiergen trainierte und von Andrasch Starke meisterhaft gerittene Hengst die Horner Bahn beim Kampf um 535.000 Euro auf der 2400 Meter-Distanz. Der Kölner Asterblüte-Coach landete ein ganz besonderes Festival, denn mit Stall Hornoldendorfs Ostland (Adrie de Vries) stellte der Kölner auch den Zweitplatzierten.
Ein gewaltiger Regenschauer ging unmittelbar vor dem Rennen der Rennen über die von 35.000 Zuschauern gesäumte Bahn. Dadurch wurde die Spannung noch immenser. Andrasch Starke setzte sich mit Kamsin (fünfter Derbysieg für den Jockey) schon früh an die Spitze und kontrollierte dort in meisterlicher Manier Tempo und Gegner.
Dahinter reihten sich Ostland, Top Lock und Walzertraum bei mäßiger Pace ein, während Liang Kay im Mittelfeld auszumachen war und Satier gemeinsam mit Santero am Schluss galoppierte.
So richtig Bewegung kam nicht ins Feld, auch im Schlussbogen marschierte Kamsin unverdrossen weiter, man mochte hier schon an beste Chancen für die 76:10-Chance glauben. Dann packte im Einlauf plötzlich Liang Kay an, ging fürs Auge sehr gut, kam aber schnell nicht weiter. Ostland wurde unter Adrie de Vries enorm schnell, und auch der Engländer Top Lock kam ins Bild.
Doch Kamsin, der wie die anderen Blankenese-Derby-Heroen aus der Zucht des Gestüts Karlshof stammt, war einfach nicht zu schlagen. Der Favorit der Frühsaison, der in München während des Rennens geäpfelt hatte und unter Wert geschlagen war, explodierte regelrecht und stiefelte mit drei Längen Vorteil zum Triumph im Blauen Band!
Der dritte Derby-Sieg für Peter Schiergen und fünfte Coup von Andrasch Starke war unter Dach und Fach! Eine großartige Leistung bot der Außenseiter Ostland, der groß anpackte und auch die starke Schlussattacke des Engländers Top Lock noch ausstand. Dieser hielt sich mit einem Kopf den nicht durchziehenden Liang Kay vom Leibe, dem der Weg zu weit wurde.
Sensationell drehte noch Satier als Fünfter auf vor dem enttäuschenden King Of Rome, Adelar und Soum, nur auf Platz 13 endete der hochgehandelte Akiem, der hart innen ging, aber bald ausspannte. Lesen Sie auch in Kürze unseren gesonderten Text mit den Stimmen der Aktiven.










