Jaxx-Pokal: Das war der Tag des dreij?hrigen Sehrezad

Was für ein eindrucksvoller Sieg des dreijährigen Sehrezad im ersten Höhepunkt des Derby-Meetings 2008. Schon früh hatte der Kölner Trainer Andreas Löwe das Potenzial des in England gekauften Hengstes erkannt und davon gesprochen, mit ihm über ein Klassepferd zu verfügen. Den endgültigen Beweis hat der Hengst im Jaxx-Pokal (50.000 Euro-1600 Meter) geliefert, als er unter Jiri Palik gegen acht Gegner in leichter Manier gewann.

Sowohl Jockey als auch Trainer und die Besitzerschar vom Stall Phillip mussten allerdings einige bange Momente überstehen, ehe der Gruppe-III-Erfolg bestätigt wurde, denn unmittelbar nach Passieren der Ziellinie hatte die Rennleitung die Überprüfung des Rennverlaufs angekündigt.

Anlass dafür war die Situation, als Sehrezad im Finish zum Konkurrenten König Concorde hin tendierte und diesen etwas irritierte. Nach diesem Moment machte sich Sehrezad endgültig frei von den Gegnern und war im Ziel leichter Sieger gegen den außen gebrachten Favoriten Santiago.

Ganz eng wurde es für den dritten Platz, um den der lange mit gutem Vorteil führende Contat und der stets in Lauerstellung befindliche König Concorde stritten, ein Duell, das der Schützling aus dem Mahndorfer Stall von Pavel Vovcenko ganz knapp zu seinen Gunsten entschied.

„Dieser Sieg ist auch ein Sieg der Besitzer, die mich ermuntert hatten, diesen Start und nicht einen möglicherweise leichteren in Frankreich wahrzunehmen“, erklärte Andreas Löwe später, der darauf hinwies, dass Boden und Rennverlauf passten. Als nächste Aufgabe seines Gruppe-Siegers, der Treffer Nr. 999 für den Kölner Trainer beisteuerte, wurde das Gruppe-Rennen in Frankfurt genannt.

Zufriedenheit trotz der Niederlage äußerte auch Hans Blume, der Trainer von Santiago. „Der Rennverlauf war in Ordnung, der Hengst hat nur gegen einen Dreijährigen verloren.“

Während Pavel Vovcenko seinem Schützling Contat eine starke Leistung attestierte, diesen aber auf 1400 Metern noch besser aufgehoben sieht, führte Christian Sprengel, der Betreuer von König Concorde, an, dass dem Hengst letztendlich eine Grasbahnarbeit gefehlt habe.

Der Toto honorierte den Sieg des als Außenseiter und mit der geringsten Gewinnsumme angetretenen Sehrezad mit 125:10.

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