Wenn Profis am Werk sind, kann eigentlich nicht viel schief gehen. Das dachten sich auch die Verantwortlichen des Gestüts Schlenderhan um Trainer Jens Hirschberger. Denn sie engagierten für den Sonntag in München den Weltklassejockey Olivier Peslier (Foto), der schon vor einer Woche in Köln für die Zuchtstätte aus Quadrath-Ichendorf im Einsatz war. Und diese Maßnahme traf voll ins Schwarze.
Denn wie Peslier den 23:10-Favoriten Sereth im Großen Canon-Preis (Listenrennen, 20.000 Euro, 2800 m), dem Steher-Test, als Sieger über die Linie brachte, war schon erste Sahne.
Start-Ziel wehrte der Franzose alle Attacken der Konkurrenz ab, obwohl der Monsun-Sohn, der auf dieser Bahn schon im Vorjahr ein Criterium gewonnen hatte, heftig unter Druck gestanden hatte.
Verantwortlich dafür war der Slowake Ryan, der unter Darren Moffatt auch Sereth noch zu fassen bekam. Aber der Wallach entwickelte unter starken Hilfen letzte Reserven, die für einen knappen Erfolg ausreichten.
Hinter dem tapferen Ryan überraschte die Rotering-Lady Sapiranga, die einen riesigen Sprung bewältigte, während die Prescott-Vertreterin Alleviate früh die Segel streichen musste und nur Vierte wurde.
‚Ist das ein Meisterritt, wenn er gewonnen hat‘, brachte es Rennkommentator Willi Zwingmann auf den Punkt. Wesentlich mehr Jockeyship als ursprünglich erwartet musste Olivier Peslier auf dem Schlenderhaner Floribundus in die Waagschale werfen.
Mit allerletzten Reserven brachte der Franzose den auf 12:10 heruntergewetteten Monsun-Sohn von Trainer Jens Hirschberger in der Maidenklasse noch hauchdünn an der sich tapfer wehrenden Auenlove vorbei, auch Argenta war als Dritte dichtauf. Sicherlich dürften die geforderten 2000 Meter eher am unteren Limit des Hengstes gelegen haben.
Eine erstaunliche Entwicklung hat der fünfjährige Schimmel Maistro genommen. In einem 2000 Meter-Ausgleich III schaltete der March Groom-Sohn schon zum vierten Mal in dieser Saison die Gegner aus, kam fast Start-Ziel unter Jutta Mayers Tochter Andrea als 45:10-Mitfavorit hin.
Im Handicap III über 1000 Meter landete der Münchener Coach Werner Glanz einen Doppelerfolg, wobei sich die 39:10-Mitfavoritin Spanish Needle (Bettina Streu) erst in den allerletzten Galoppsprüngen an ihrer Trainingsgefährtin Aradia vorbeiraufen konnte.











