Pl?tzlich ist Solapur wieder da: F?hrhofer siegt im Trial

Die allerletzten Fahrkarten für das BMW Deutsche Derby in zwei Wochen in Hamburg gab es am Sonntag in Bremen zu verdienen. Doch bis das swb Derby-Trial (Listenrennen, 20.000 Euro, 2100 m) gestartet werden konnte, verging viel Zeit, denn ein heftiger Gewitterschauer verzögerte den Anlauf um rund eine halbe Stunde. Doch dann durften sich die Beucher über einen packenden Endkampf freuen.

Bis weit in den Einlauf führte der Außenseiter Glentire, doch dann kamen die Gegner. Allen voran der Fährhofer Solapur, den der wiedergenesene Andreas Suborics für Trainer Andreas Wöhler (stellte im Vorjahr mit Waldvogel ebenfalls den Sieger) steuerte. Zwar musste der Österreicher schon ein wenig nachfassen, aber dann kam der seit März nicht mehr gelaufene Ekraar-Sohn, dem man die Puse kaum anmerkte, knapp in Vorteil.

Außen attackierte Andreas Helfenbein mit Satier in großem Stil und schien den Fährhofer schon zu überrennen. Aber mit gewaltigem Einsatz von Pferd und Reiter raufte Solapur einen Kopf-Vorteil gegen Satier nach Hause und könnte nach dieser Vorstellung durchaus wieder ein Kandidat für das Derby sein.

Satier unterlag in allen Ehren, wie auch die Stute Floriana (Terry Hellier) als Drittplatzierte sehr gefiel, zumal sie nicht immer freie Bahn hatte. Das gilt noch mehr für den 28:10-Favoriten Lindner, auf dem der Franzose Anthony Crastus sich auf die Innenseite versteifte, was sich als fatal erwies.

Dort gab es absolut kein Durchkommen für den unter Wert geschlagenen Hickst-Vertreter. Der Rest, zu dem auch der Ittlinger First Smash gehörte, hatte bald keine Chance mehr.

Dass auch Fünf-Pferde-Rennen spannend sein können, erlebten die Zuschauer im Ausgleich III für die Steher.

Drei Kandidaten kämpfen die halbe Gerade herunter um den Sieg mit dem besten Ende für den enorm treuen Capitain Rodgers unter seiner Besitzerin und Trainerin Birgit Lenz aus Haltern am See, der vor Flying King und Lintero Directa blieb.

Mit seinem Bruder Manduro hat er zwar nicht viel gemeinsam, aber immerhin konnte der von Peter Rau vorbereitete Tiger Hill-Sohn Manduras (16:10) beim vierten Versuch die Maidenklasse verlassen. Unter Norman Richter (Torsten Mundry kommt aktuell nicht auf den Pferden des Saddex-Eigners, dem Stall Avena, zum Einsatz) hatte der Wallach im auf fünf Pferde geschrumpften Feld keine Probleme mit Kampino und Bereya.

In einem packenden Zweikampf klang eine Maidenprüfung für Dreijährige aus. Hier gab es es den zweiten Sieg am Sonntag eines Dai Jin-Nachkommens durch die Zoppenbroicherin Königstochter (Anthony Crastus) aus dem Stall von Waldemar Hickst, die als 29:10-Chance die permanenten Angriffe von Acatajana abwehrte.

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