Perfekt: Wiesenpfads f?nfter Gruppe-Sieg in Dortmund

Der Große Preis der Wirtschaft (Gruppe III, 50.000 Euro, 2000 m) ist der erste ganz große Vergleich zwischen dreijährigen und älteren Pferden in der laufenden Saison. Und das große Highlight am Sonntag in Dortmund hatte es in sich.

Zunächst gab der englische Gast Redolent, ein Dreijähriger aus dem Stall von Richard Hannon mit Jimmy Quinn, den Takt vor. Und dieser war nicht gering, Lord Hill war dichtauf, hatte aber schon im Schlussbogen ausgespielt, war durch Zügelriss gehandicapt.

Adrie de Vries wartete dagegen mit dem 30:10-Favoriten Wiesenpfad an letzter Stelle, sogar mit zwei Längen Abstand zum Feld den Gang der Dinge ab, vertraute ganz auf den Speed des Schützlings von Waldemar Hickst. Dagegen galoppierte die Guineas-Zweite Rosenreihe in drittr Position, war im Einlauf auch die erste Angreiferin auf Redolent.

Doch der Mitfavorit hatte sich zunächst noch einmal auf zwei, drei Längen absetzen können. Rosenreihes Attacken liefen ins Leere, offenbar wurde der Stute doch der Weg etwas zu weit. Doch ein Gegner für Redolent war nur noch Wiesenpfad (Foto). Mit enorm viel Schwung trumpfte Heide Harzheims Waky Nao-Sohn auf, rollte das komplette Feld auf.

Zur Quote von 30:10 flog der Hengst, der seinen fünften Gruppetreffer schaffte, an allen vorbei und markierte einen weiteren Triumph der Älteren. Allerdings war er beim Vorstoß dem Schlenderhaner Allanit (Fünfter) ins Gehege gekommen, weshalb es einen Gewinnausgleich in Höhe des vierten Geldes (3000 Euro) gab.

‚Wir hatten schon überlegt, ob wir Wiesenpfad wegen des trockenen Bodens abmelden sollten, aber die Grasnarbe in Dortmund ist ja sehr gut. In der Arbeit würde man nie glauben, dass er so gut ist‘, erklärte Mitbesitzer Harro Remmert.

Trainer Waldemar Hickst ergänzte: ‚Er hat leicht gewonnen und geht nun in den Großen Dalmayr-Preis nach München.‘

Redolent unterlag in allen Ehren. ‚Der Sieger muss ein gutes Pferd sein. Redolent ist für einen Dreijährigen sehr gut gelaufen‘, signalisierte Jockey Jimmy Quinn.

Sehr viel Pech entwickelte der noch auf Rang vorstoßende Shrek, der von einigen Konkurrenten doch erheblich in die Zange genommen wurde. ‚Sonst wäre er Zweiter geworden‘, meinte Andreas Wöhler.

Rosenreihe trat zuletzt kürzer und musste mit Rang vier vor Allanit vorlieb nehmen.

Wie alle anderen Veranstaltungen am Sonntag litt auch Dortmund unter erheblichem Startermangel. Egal wird das Trainer Mario Hofer gewesen sein, der im einleitenden Maidenrennen mit der leichten Siegerin Mona Lisa (17:10, zweiter Erfolg für das Team Valor innerhalb weniger Tage in Deutschland) unter Steffi Hofer und Honeygörl die beiden Erstplatzierten stellte. ‚Mona Lisa macht nun in einem Listen-Rennen weiter‘, signalisierte der Coach.

Blendend in Schwung gekommen ist das Quartier von Andreas Trybuhl, der die debutierende Dai Jin-Tochter Sweet Day (51:10, Adrie de Vries) in einem weiteren Sieglosen-Rennen gleich siegfertig vorstellte. Ganz locker verwies die im Besitz von WH Sport International (Werner Heinz gehörte auch der Derbysieger von 2003) die Favoritin Senata auf Rang zwei.

Natürlich durfte an solch einem Tag ein Treffer für den Hausherrn Hans-Hugo Miebach nicht fehlen. Und als 16:10-Favoritin geriet die Wittekindshoferin Saalewüste (Andrashc Starke/Peter Schiergen) Start-Ziel auch durch sie blendend aufgelegte Kanzlerin nicht in Gefahr.

So richtig aufgewacht ist jetzt der Sechsjährige Gattinaro. Einst als Pferd für weiche Bahn gehandelt, schaffte der Ostenhofer nun auf abgetrocknetem Geläuf unter Erika Mäders Stalljockey Lennart Hammer-Hansen im Ausgleich III seinen zweiten Sieg in Folge.

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