Favorit F?nfter: Ballydoyle-Jockeys kesseln Getaway ein

Der Coronation Cup 2008. Es sollte die große Demonstration von Getaway werden, doch es wurde eine Demonstration des mächtigsten Rennstalles der Welt. Denn wie das Ballydoyle-Quartier von Aidan O’Brien die Gruppe I-Prüfung nach Irland entführte, war allererste Sahne. Nichts wurde dabei dem Zufall überlassen. Unmittelbar nachdem die Boxen in Epsom aufsprangen, sorgte Pacemaker Song of Hiawatha für eine flotte Fahrt.

Macarthur legte sich ein paar Längen entfernt hinter den Tempomacher, hatte selbst einen ordentlichen Vorsprung zu den restlichen Pferden. Und dieses Manöver sollte am Ende der entscheidende Schachzug werden. Getaway, der unter Stephane Pasquier als 22:10-Favorit angetreten war, war zunächst an vierter Stelle auszumachen. Schon im letzten Bogen machte Pasquier Boden gut, machte alles richtig, als er die Verfolgung von Macarthur, den es durchaus ernst zu nehmen galt, aufnahm.

Auch Johnny Murtagh und Co-Favorit Soldier of Fortune, beim letzten Start Fünfter im Arc, waren mit dabei, rückten wie Getaway in bestechender Haltung auf. Eingangs der Geraden ging Macarthur nach vorne, kämpfte an den Rails tapfer weiter. Hinter ihm lag Getaway, daneben Soldier of Fortune.

Schon früh war zu erkennen, dass Pasquier in die Ballydoyle-Falle getappt war. Getaway saß hinter Macarthur hoffnungslos fest, Johnny Murtagh nagelte den Ullmann-Hengst außen danebenliegend fest.

Dabei verhielten sich die Ballydoyle-Jockeys völlig regelkonform, kämpften beide um den Sieg. Macarthur belegte am Ende Rang drei, Soldier of Fortune holte den Cup als 32:10-Chance nach Irland. Auf den zweiten Platz flog der Arc-Zweite Youmzain, der wieder einmal knapp an einem Super-Sieg vorbei schrammte.

Getaway wurde am Ende Fünfter, verlor auch seine Poleposition im Wettmarkt um den Sieg in den King George. Die Englischen Buchmacher gehen nun alle mit Soldier of Fortune, was das Sommer-Highlight in Ascot anbetrifft.

Die englische Presse war durchgehend der Meinung, dass der Rennverlauf in einem schnellen Coronation Cup aber nicht rennentscheidend für die Niederlage von Getaway war. „Heute hatte er auch nicht den entscheidenden Speed, mit Soldier of Fortune mitzugehen“, so der Kommentator des Rennsportsenders Racing UK.

Als John Magnier, Besitzer von Soldier of Fortune und Macarthur, zu dem für seine Pferde sicher hervorragenden Rennverlauf befragt wurde, sagte er: „Letztendlich muss man das richtige Pferd haben. Und das hat gewonnen“. Der Ire weiter: „Er könnte unser Flaggschiff für die 2.400 Meter-Rennen in diesem Jahr werden, hat sich über Winter noch einmal gesteigert und uns heute glücklich gemacht.“

Auch für Trainer Andre Fabre, der das Rennen bereits sechs Mal gewonnen hatte, war der Stopp nicht rennentscheidend: “Getaway war unterwegs heftiger als normal und hat sich bei dem speziellen Kurs in Epsom nicht richtig beruhigt. Er war sicher eingekesselt, hatte aber kein Gas mehr, als er freikam. Es gibt keine Entschuldigungen.“

Die Juddmonte Oaks endeten mit einem Sensations-Einlauf. Denn mit Katiyra (55:10) schaffte es lediglich eines der am Wettmarkt stärker beachteten Pferde in die Platzierung. Der Sieg in dem mit 350.000 Pfund dotierten Gruppe I-Rennen ging an die Hernando-Tochter Look Here, die Seb Sanders seinen ersten Oaks-Sieg bescherte. Hinter der 340:10-Außenseiterin landete mit Moonstone (260:10) eine Stute von Aidan O’Brien, der insgesamt sechs Ladies in den Klassiker geschickt hatte.

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