Es war eine dramatische Entscheidung im Prix du Jockey Club, dem französischen Derby, doch sie fiel ohne die Favoriten. Zwar hatte die Schimmelstute Natagora, für die Trainer Pascal Bary Star-Jockey Frankie Dettori engagiert hatte, hinter den beiden Pacemakern ein optimales Rennen, und war im Einlauf auch bald im Vorteil. Doch für den Sieg kam sie am Ende ebensowenig in Frage, wie der noch stärker gewettete Hengst High Rock aus dem großen Quartier von Jean-Claude Rouget.
Denn vorne gab es einen Zweikampf zwischen dem von Eric Libaud (Foto) trainierten Chichicastenango-Sohn Vison d’Etat, und dem irischen Gast Famous Name (Pat Smullen), den Dermot Weld für Großbesitzer Khalid Abdullah aufgeboten hatte.
Nachdem Vision d’Etat (82:10) sich unter Ioritz Mendizabal gegen die Favoriten einen Vorteil herausgearbeitet hatte, kam an der Außenseite die 400:10-Chance Famous Name Meter um Meter näher. Doch der Zielpfosten in dieser mit 1,5 Millionen Euro dotierten Gruppe I-Prüfung stand für Vision d’Etat goldrichtig.
Eine gute Vorstellung zeigte der Ittlinger First Stream (Christophe-Patrice Lemaire) aus dem Stall von Mario Hofer als Saisondebutant im Grand Prix de Chantilly (Gruppe II, 2400 m, 130.000 Euro).
Zwar besaß der Lomitas-Sohn als Fünfter keine Siegchance, doch war er im Ziel nicht weit hinter den ersten Pferden. Wie erwartet gewann Doctor Dino (Richard Gibson/Olivier Peslier) vor Zambezi Sun und Not Just Swing.
Hofers zweiter Starter, der Flieger Mood Music (Dominique Boeuf) war dagegen im Prix du Gros-Chene (Gr.II, 130.000 Euro, 1000 m) chancenlos, kam als Elfter von zwölf Pferden über die Linie. Hier gewann Marchand d’Or (Freddy Head/Davy Bonilla).










