‚Die Wiese‘ zaubert wieder auf dem Iffezheimer Rasen

Wie sich die Bilder gleichen: Nach dem Preis der Sparkassen Finanzgruppe im Vorjahr stand Ex-Trainer Harro Remmert gemeinsam mit seiner Tochter Heide Harzheim im Mittelpunkt. Der in deren Farben angetretene Wiesenpfad (Foto) kehrte am Sonntag in Iffezheim wieder auf die Siegerstraße zurück.

Und es war eine beeindruckende Leistung, die der 60:10-Mitfavorit in diesem mit 50.000 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 1600 Meter auf den weich gewordenen Iffezheimer Rasen zauberte.

Doch anfangs mussten die Anhänger des von Waldemar Hickst (gewann sechs Tage nach dem Mehl-Mülhens-Rennen richtig zittern. Denn Wiesenpfad, ein Sohn des Top-Sprinters und -meilers Waky Nao aus der Zucht des Gestüts Ravensberg, sprang einige Längen hinter dem Feld ab.

Doch Adrie de Vries, der wie Hickst aktuell auf einer Welle des Erfolges schwimmt, ließ sich davon nicht irritieren. In aller Seelenruhe ging er zu Werke, als sich Black out an die Spitze setzte und das Zehnerfeld auseinanderriss. Auch der Favorit Santiago galoppierte als Vorletzter noch in hinteren Regionen.

Aber das änderte sich im Einlauf schlagartig, als Black out sich schnell geschlagen gab. Schon vor der Distanz war Wiesenpfad innen durchgeschlüpft. Es lief alles großartig ab für den Fuchs, der beim 13. Start den sechsten Sieg markierte und jetzt bei 170.230 Euro steht.

Der Highest Honor-Sohn Santiago verkaufte sich als Jahresdebutant ausgezeichnet, er packte noch gut an und wurde Zweiter vor der Royal Dragon-Tochter Waky Love, die ebenfalls sehr gut anzog und wieder eine Gruppe-Platzierung schaffte. Molly Max kam spät nicht mehr weiter, während Black out mit Rang sechs vorlieb nehmen musste. Der Schlenderhaner Aviso enttäuschte, fiel von Platz vier bald zurück.

Mit Precious Boy und Wiesenpfad, der allerdings auch über weitere Pferde kommt, hat Waldemar Hickst nun zwei Klassemeiler in seinem Stall. ‚Ich denke nicht, dass die beiden gegeneinander antreten werden. Wiesenpfad ist ein völlig unproblematisches Pferd. Die Pause hatte ihm gut getan. Er ist einfach unglaublich‘, erklärte der Coach.

Adrie de Vries fügte an: ‚Wir mussten eine Behinderung am Start hinnehmen. Aber ich habe das akzeptiert, denn es war ja eine Höllenfahrt. Wir hatten natürlich Glück, dass innen alles aufging.‘

Der Umsatz pro Rennen belief sich am Sonntag auf 82.600 Euro (93.400 Euro waren es im Vorjahr). In den neun Rennen flossen 743.404 Euro (840.631 Euro in 2007) durch die Kassen.

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